Scharoun Theater

A-Capella und Jazz: Les Voice Messengers glänzen

Hochkarätiger A-capella-Gesang: Les Voice Messengers überzeugten im Scharoun Theater.

Hochkarätiger A-capella-Gesang: Les Voice Messengers überzeugten im Scharoun Theater.

Wolfsburg. Welcher Charme von der Atmosphäre der Hinterbühne im Scharoun Theater ausgeht, konnten die Besucher am Mittwoch erneut erleben in der Verbindung mit einem hoch­ka­rätigen A-capella-Gesang des fran­zö­si­schen Vokalensembles „Les Voice Messen­gers“. In der Kombination mit einem Jazz­trio (Klavier, Bass, Drums) überschrei­ten die sechs Sängerinnen und Sänger bewusst den reinen A-capella-Stil und haben als Grenz­gänger ihren eige­nen, un­ver­wechselbaren Vocal-Jazz ent­wickelt. Ihre Stimmen machen Jazz, Swing und Big-Band-Sound zu einem neuen Hörer­leb­nis.

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Viersprachiger Gesang

Mit einer absoluten Intonationsreinheit erklingen ansatzlos die typischen Akkorde der Swing-Ära. Bereits im Eröffnungsstück „I can’t help it“ wird die Ausnahmestellung der Vokalgruppe erkennbar. Pianist Thierry Lalo komponiert und bearbeitet in der Regel die Musikstücke, die auf Englisch, Franzö­sisch, Portugiesisch und Spanisch vorgetra­gen werden. Neben dem Text reichen Silben wie „schu-bi-du-ba“ oder „dub-du-a“ aus, um furiose Bläsersoli vokal vorzutragen. Sei­­ne geschickten Arrangements lassen ge­nug Spielraum für Improvisationen. Von der virtuosen Stimmbeherrschung des Ensemb­les angeste­ckt, ist das Publikum auch bereit, im Wechsel zum mexikanischen Traditional „Cuando“ mitzu­sin­gen.

Von Gershwin bis Perrin

Rose Kroner, Vanina von Franco, Andrea Görner, Sylvain Belgarde, Emmanuel La­niéce und Augustin Ledieu setzen mit ihrem „Mimi Medley“ der großen französischen Jazzmusikerin Mimi Perrin ein Denkmal. In den acht ausgewählten Titeln von George Gershwin über Charlie Parker und Lester Young bis Quincy Jones erklingt Solo- und Ensemble-Jazz-Gesang vom Feinsten.

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Elan und Begeisterung

Auch nach anderthalb Stunden Gesang, ohne Pause, sprühen die „Voice Messen­gers“ bei ihrem Auftritt im Scharoun Theater noch vor Elan. Die Begeisterung des Publikums ist überschwänglich, drei Zuga­ben sind danach noch zu genießen. „Birdland“, „Cry me a River“ und „Lulu’s back in Town“ eröffnen einen weiteren, scheinbar grenzenlosen Klangreichtum der Stimmen. Das verlangt nach mehr.

Von Heinz-Werner Kemmling

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