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Neue Erkenntnisse

Polizei nimmt Ermittlungen in 27 Jahre altem Mordfall an der B 214 wieder auf

Nach 27 Jahren wird wieder ermittelt: 1994 wurde am Heidkrug an der B 214 in Höhe Didderse ein Mann in seinem Geländewagen ermordet.

Nach 27 Jahren wird wieder ermittelt: 1994 wurde am Heidkrug an der B 214 in Höhe Didderse ein Mann in seinem Geländewagen ermordet.

Didderse/Wipshausen. Direkt hinter der Kreisgrenze, in Wipshausen im ehemaligen Gasthaus Heidkrug an der Bundesstraße 214, wurde am 4. Mai 1994 ein Mann ermordet: Artur L., damals 52 Jahre alt, wurde angeschossen und starb zwei Tage später im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim und die Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel nehmen wegen neuer Spuren die Ermittlungen in diesem „Cold Case“-Mordfall wieder auf, die Polizei setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.

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Es war gegen 22.10 Uhr an jenem Mittwochabend im Mai 1994. Der Heidkrug hatte Ruhetag. Artur L. stand mit seinem dunklen Toyota-Geländewagen auf dem Parkplatz des damaligen Gasthauses, in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn in Fahrtrichtung Braunschweig. Die Gastwirtin berichtete später, sie habe sich noch einen Kaffee kochen wollen und mehrere Schüsse gehört. Sie war nach draußen gerannt und hatte gemeinsam mit der Freundin ihres Sohnes Erste Hilfe geleistet, wie sie später der Presse erzählt hatte.

Mehrere Spuren entpuppen sich als Sackgasse

Trotz der Rettungsmaßnahmen verstarb Artur L. zwei Tage später in einem Krankenhaus in Hannover. „Die Polizei in Peine richtete damals eine Mordkommission ein, um die Tat zu klären. Trotz zahlreicher Ermittlungen im persönlichen und geschäftlichen Umfeld des getöteten selbständigen Handwerkers aus Braunschweig konnte die Tat nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen wurden 1995 eingestellt“, erinnert Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizei Salzgitter. Mehrere Spuren hatten sich als Sackgasse herausgestellt. Trotz diverser Vernehmungen gab es kein greifbares Ergebnis. Das Opfer galt als unbescholtener Bürger.

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Auch die kleinsten Hinweise sind für die Ermittler von großer Wichtigkeit

Nun allerdings, 27 Jahre später, gibt es neue Spuren. Im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel wurde deshalb erneut eine Mordkommission eingesetzt. Um den Mord an Artur L. nach so vielen Jahren vielleicht doch noch aufzuklären, ist die Polizei jedoch auf Zeugenhinweise angewiesen. „Wir suchen Zeugen, die sich an jeglichen Personen- und Fahrzeugverkehr in diesem Zeitraum und am Tatort erinnern können“, sagt Pintak und erinnert daran, dass der Tatort bei den Ortsansässigen auch als „Sauerfleischkurve“ bekannt ist. Auch die kleinsten Hinweise seien für die Ermittler von großer Wichtigkeit. „Bitte melden Sie sich in jedem Fall unter der Telefonnummer (0 53 41) 18 970 bei der Polizei in Salzgitter.“

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Von der AZ-Redaktion

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