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1000 Jahre Wedesbüttel

Förderverein fürs Jubiläum geplant

1000 Jahre Wedesbüttel: Für die Feier im Jahr 2022 wollen Bürger dafür einen Förderverein gründen.

1000 Jahre Wedesbüttel: Für die Feier im Jahr 2022 wollen Bürger dafür einen Förderverein gründen.

Wedesbüttel.„Ein ehemaliges Ratsmitglied ist auf uns zugekommen: ,Ihr solltet Euch mal organisieren.’“ Jörg Blecker und seine Mitstreiter Ott-Heinrich von Knobelsdorff, Dr. Heinrich Hinze und Jörg Schulze haben sich „ziemlich schnell gefunden“. Bereits im Februar 2018 habe es ein erstes Treffen gegeben, inzwischen hätten sie sechsmal getagt, sagt Koordinator Blecker.

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Es gibt einiges zu tun, um ein Festwochenende und weitere Veranstaltungen davor und danach sowie eine Chronik mit Dokumenten und Zeitzeugeninterviews auf die Beine zu stellen. Als erstes: „Wir wollen einen Verein gründen.“ Wegen der Haftung und der Finanzierung der Events. „Damit wir Sponsoren finden.“

Wie geht ein Dorfjubiläum? Erste praktische Tipps hat sich das Quartett bereits bei Leuten mit Erfahrung geholt. Etwa den guten Ratschlag rund um Parkplätze. Das Festwochenende soll auch deshalb im Spätsommer stattfinden, weil dann die Äcker abgeerntet sind.

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Wedelheine und Martinsbüttel sollen mit ins Boot

Mit ins Boot holen wollen die Vier auch Vertreter der Politik und der Vereine – und vor allem die Ortsteile Wedelheine und Martinsbüttel. Das ist Blecker ganz wichtig. „Wir sind eine Ortsgemeinschaft.“ Nicht umsonst nennen sich die Vereine Wedes-Wedel. „Es liegt uns am Herzen, dass es eine Festlichkeit innerhalb der Ortsgemeinschaft ist.“ Was auch Martinsbüttel mit einschließe.

Beim Bürgerabend der Gemeinde am 1. Februar, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus gebe es bereits ein separates Fenster für das Dorfjubiläum. Eine ganz eigene Infoveranstaltung ist für 15. März, 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus angesetzt. Danach soll die Vereinsgründung über die Bühne gehen.

Jazzkonzert soll Spenden einspielen

Eine der ersten Veranstaltungen zu „1000 Jahre Wedesbüttel“ läuft schon im Oktober dieses Jahres: Ein Jazzevent soll Spenden für das Jubiläum einspielen. Und ein Logo fürs Jubiläum gibt es schon: Die historische Kapelle derer von Knobelsdorff im Zentrum eines Kreises mit den Jahreszahlen und Schriftzug „1000 Jahre Wedesbüttel“.

Vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zur Schlafstätte

Bei Wedesbüttels Dorfjubiläum geht es um insgesamt 1000 Jahre, doch die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg spielen eine herausragende Rolle. Dorfjubiläums-Koordinator Jörg Blecker zeigt auf eine historische Karte. Ein Dutzend Höfe bildeten den Ort. Über neun Jahrhunderte war Wedesbüttel ein Bauern-Dorf. Alle Einwohner hatten irgendwie mit Landwirtschaft zu tun. „Jetzt ist es eine Schlafstätte.“ Es gebe nicht einen Landwirt mehr, der noch zu 100 Prozent damit seinen Lebensunterhalt verdiene, sagen er und Ott-Heinrich von Knobelsdorff. „Ich habe noch Flächen, Ott-Heinrich auch – aber die sind alle verpachtet.“

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Von den Geschäften ist nichts übrig

„Dass Leute täglich nach Hannover zur Arbeit fahren, ist nicht ungewöhnlich“, sagt von Knobelsdorff. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe sich die Struktur „grundlegend geändert“. „Wir hatten früher einen Lebensmittelladen, zwei Gaststätten, Bäckerei und Post“, zählt Blecker auf. Übrig geblieben davon ist nichts. Nach außen hin gibt es an der Ortsdurchfahrt noch eine Gaststätte – doch das seien nur noch die Schilder, winken Blecker und von Knobelsdorff ab. Innen seien Wohnungen.

Identifizierung mit dem Dorf stärken

Sie werden die Zeit nicht zurück drehen, wissen beide. Doch mit dem Dorfjubiläum 2022 wollen sie die Dorfgemeinschaft nachhaltig mit Leben füllen. „Die Identifizierung mit dem Dorf stärken“, sagt von Knobelsdorff. „Das wäre toll“, sagt Blecker. Er wünscht sich dazu zum Beispiel eine Begegnungsstätte „mit dem Charakter einer Gaststätte“.

Wenn Blecker, von Knobelsdorff, Dr. Heinrich Hinze und Jörg-Dieter Schulze im Frühjahr den Förderverein 1000 Jahre Wedesbüttel gründen, soll das nicht nur für die drei Jahre bis 2022 sein. Daraus soll dauerhaft ein Dorfgemeinschafts-Förderverein erwachsen.

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Von Dirk Reitmeister

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