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Tankumsee

Junger Schwimmer vermisst: Einsatzkräfte suchen weiter

Ein Schwimmer wurde am Dienstagabend im Tankumsee vermisst: Die groß angelegte Suche musste um 22 Uhr erfolglos beendet werden.

Ein Schwimmer wurde am Dienstagabend im Tankumsee vermisst: Die groß angelegte Suche musste um 22 Uhr erfolglos beendet werden.

Isenbüttel. Ein junger Schwimmer afghanischer Herkunft wurde am Dienstagabend im Tankumsee vermisst gemeldet. Ein Großaufgebot an Feuerwehr, DLRG, DRK, SEG und Polizei mit etwa 80 Einsatzkräften suchte bis 22 Uhr vergeblich nach ihm, dann musste die Suche wegen der Dunkelheit abgebrochen werden. Sie wird am Mittwochmorgen fortgesetzt. Es ist vom Schlimmsten auszugehen. Die Angehörigen wurden psychologisch betreut, ein Notfallseelsorger war vor Ort.

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Schnorchelkette der DLRG

Um 20.30 Uhr schlug der junge Mann, der mit dem Vermissten im Bereich zwischen Bootsverleih und Landzunge geschwommen war, Alarm – er hatte seinen Begleiter aus den Augen verloren. Eine Minute später war Heinz Stute, technischer Einsatzleiter der DLRG Bezirk Braunschweig, mit dem Boot auf dem Wasser. „Eine Schnorchelkette der DLRG mit acht Tauchern hat das Gebiet systematisch abgesucht.“

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Die Feuerwehren aus Isenbüttel und Calberlah kamen mit ihren Booten und besetzten auch den Wachturm. Einsatzleiter Andreas Schmidt, Ortsbrandmeister Isenbüttel: „Solange noch etwas zu sehen ist, alle Boote raus, die wir haben.“ Fußstaffeln patrouillierten rund um den See und suchten das Ufer ab.

Fünf Boote, zwei Hubschrauber

Zeitweise waren fünf Boote auf dem Wasser. Rettungshubschrauber Christoph IV und ein Polizeihubschrauber kreisten niedrig über dem See, um mit ihren Wärmebildkameras nach dem Vermissten zu suchen. Bei einer Wassertemperatur von um die 24 Grad ein schwieriges Unterfangen, zumal laut Gerrit Meisel, Pressesprecher des DLRG-Bezirks Braunschweig, auch die Sicht der Kameras nur bis maximal 1,5 Meter Wassertiefe reichte.

Gegen 21.30 Uhr fuhr die DRLG noch einmal mit dem Lautsprecherwagen um den See, rief den Namen des Vermissten aus, er möge sich unverzüglich melden.

Kein Einsatz von Hunden

Auch die Berufsfeuerwehr Wolfsburg und die Wasserwacht Gifhorn schickten Taucher an den Tankumsee. Als es immer dunkler wurde, ohne dass der Vermisste gefunden wurde, überlegten die Helfer kurz, die Wasserspürhunde aus Hannover anzufordern – sie hätten aber auch nichts ausrichten können, da bis 22 Uhr auch noch Taucher im Wasser waren. „Die Hunde hätten dann die richtige Witterung nicht erkannt“, so Meisel.

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Um 22 Uhr brach die Polizei die Suche ab. Kurz wurde überlegt, den See am Mittwochmorgen für Badegäste zu sperren. Sollte der junge Schwimmer ertrunken sein, wie am Dienstagabend zu befürchten war, könnte die Leiche in der Nacht auftauchen – kein Anblick für ein Kind, das zum Baden an den See kommt. Die DLRG wird jetzt gleich zu Tagesbeginn den See noch einmal absuchen und an einigen Stellen Posten aufstellen.

Erst Anfang Juni war ein junger Mann nach einem Badeunfall im Tankumsee verstorben.

Von Christina Rudert

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