Bei Gifhorn ist es zu laut

Verkehrslärm: Experten fordern Tempolimit an der B 188

Zu laut: Die Anwohner am Weizenweg leiden unter dem Verkehrslärm auf der B 188.

Zu laut: Die Anwohner am Weizenweg leiden unter dem Verkehrslärm auf der B 188.

Gifhorn. Von den rund 9800 bewohnten Gebäuden in der Stadt Gifhorn würden 17 Gebäude ganztags einen Pegel über dem gesundheitlichen Schwellenwert von 65 dB(A) aufweisen, für 23 weitere Gebäude stellten die Fachleute nachts einen Pegel über dem gesundheitlichen Schwellenwert von 55 dB(A) fest. Darunter befänden sich sieben beziehungsweise elf Gebäude oberhalb des Auslösewertes der Lärmaktionsplanung (70 beziehungsweise) 60 dB (A). so die Fachleute.

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Lärmschwerpunkt von Gifhorn

„Die Gebäude mit Überschreitung dieser Schwellenwerte konzentrieren sich an der B 188/Bromer Straße im Bereich etwa Höhe des Weizenweges bis etwa 280 Meter östlich der Kreuzung Lüneburger Straße“, werden die Fachleute von LK Argus konkret. Dieser Bereich stelle den Lärmschwerpunkt von Gifhorn dar. An diesen Lärmschwerpunkt B 188/Bromer Straße im Bereich westlich bis östlich der Christinenstift-Kreuzung grenzten beidseitig Wohngebiete an, sehen die Experten Handlungsbedarf.

Temporeduzierung

Die Empfehlung der Experten an Politik und Verwaltung – der Planungsausschuss befasst sich am 29. November mit dem 46-seitigen Papier – ist eindeutig: Für den genannten Abschnitt der Bromer Straße/B 188 schlagen LK-Argus-Ingenieure eine Temporeduzierung von 100 km/h auf 70 km/h vor. So könne eine Lärmminderung von 2,1 dB (A) erreicht werden. Eine Überschreitung des Schwellenwertes ganztags würden verhindert. Der höchste Pegel nachts würde bei Tempo 70 bei 60,7 dB (A) liegen.

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Flüster-Asphalt und Schallschutz-Wände

Neben „Flüster-Asphalt“ seien auch Schallschutz-Wände eine Möglichkeit, um für Entlastung in den lärmbetroffenen Wohngebieten zu sorgen. Vorgeschlagen wird der Bau einer Lärmschutzwand – an der Südseite der B 188/Bromer Straße. Sie könnte auf der dort bereits vorhandenen Böschung errichtet werden. Die Fachleute blicken auch in die Zukunft: Im Hinblick auf die Wohnbauentwicklung in Gifhorn raten sie dazu, vorhandene Schallschutz-Wände zu ergänzen und noch zu erweitern.

Von Uwe Stadtlich

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