Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Unfallstatistik 2021

Polizei Gifhorn warnt: Hier kracht es im Papenteich am häufigsten

Neun Unfälle in drei Jahren: Jetzt wurde die Ampel an der Kreuzung der B 214 mit der L 321 bei Schwülper neu geschaltet.

Neun Unfälle in drei Jahren: Jetzt wurde die Ampel an der Kreuzung der B 214 mit der L 321 bei Schwülper neu geschaltet.

Samtgemeinde Papenteich. Auf den Straßen im Kreis Gifhorn gibt es immer weniger Hotspots, an denen sich Unfälle besonders häufen. Außerhalb des Gebiets der Kreisstadt zählt Winfried Enderle, Verkehrssachbearbeiter der Polizei Gifhorn, für 2021 acht auffällige Punkte. Im Jahr davor waren es noch zwölf. Der Papenteich ragt allerdings besonders heraus. Allein vier der Unfallhäufungsstellen liegen in der Samtgemeinde.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die zuständigen Behörden arbeiten jedoch daran, auch im Papenteich diese Unfallhäufungsstellen zu entschärfen, so Enderle. Beispiel Harvesser Kreuzung an der B 214: Deren Ampel ist inzwischen neu geschaltet.

Unfallschwerpunkt bei Meine: Auf der B 4 in Richtung Süden wurde der Tempo-70-Bereich vor dem Bahnübergang verlängert.

Unfallschwerpunkt bei Meine: Auf der B 4 in Richtung Süden wurde der Tempo-70-Bereich vor dem Bahnübergang verlängert.

Zusammenstöße gab es laut Enderle in der Vergangenheit vor allem zwischen abbiegenden Fahrzeugen auf der L 321, deren Streckenverläufe nicht gerade, sondern verschwenkt auf die B 214 treffen. Neun folgenschwere Unfälle innerhalb von drei Jahren haben diese Kreuzung zu einem Unfallschwerpunkt gemacht. Die Konsequenz: Zum einen läuft die Ampel nun dauerhaft und ist nicht mehr nachts abgeschaltet, zum anderen sind die Ampelphasen der L 321 aus Richtung Schwülper und aus Richtung Harvesse kommend nun voneinander getrennt geschaltet. „Seitdem sieht das da gut aus“, sagt Enderle. Im Jahr 2021 habe es nur noch zwei Unfälle dort gegeben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Große Stop-Schilder und Sichtschutzhecken, die Autofahrer dazu zwingen sollen, tatsächlich anzuhalten, weil sie nicht von weitem eine vermeintlich freie Vorfahrtstraße ausmachen können: Bisher weniger von Erfolg gekrönt waren diese Bemühungen, die Kreuzung der L 321 mit der K 56 bei Lagesbüttel zu entschärfen. Enderle muss sie mit sechs folgenschweren Unfällen innerhalb von drei Jahren immer noch als Unfallschwerpunkt führen. Langfristig sei dort ein Kreisel angedacht, doch diese Planungen stünden ganz am Anfang.

Gefährliche Stelle: Die Kreuzung der L 321/K 56 bei Lagesbüttel soll langfristig zu einem Kreisel umgebaut werden.

Gefährliche Stelle: Die Kreuzung der L 321/K 56 bei Lagesbüttel soll langfristig zu einem Kreisel umgebaut werden.

B 4 in und bei Meine gleich an zwei Stellen gefährlich

Gleich zwei Unfallschwerpunkte ballen sich bei und in Meine an der B 4. Die Ampel an der Kreuzung mit der L 321 läuft jetzt ebenfalls dauerhaft und ist nicht mehr nachts ausgeschaltet, weil es an der Kreuzung innerhalb von drei Jahren sieben Mal gekracht hatte. Sechs folgenschwere Unfälle gab es in diesem Zeitraum auf der B 4 in Fahrtrichtung Süden vor dem Bahnübergang. Typisch dort seien Unaufmerksamkeiten am Stauende, weshalb bereits die Tempo 70-Zone etwas verlängert wurde. Das scheint laut Enderle schon etwas gebracht zu haben: „Wir sind da auf einem guten Weg.“

Lesen Sie auch

L 321 bei Wedesbüttel: Einmündung keine Unfallhäufungsstelle mehr

Vor einem Jahr gab es noch einen Unfallschwerpunkt mehr im Papenteich: Die Einmündung der K 60 in die L 321 bei Wedesbüttel gehört nun nicht mehr dazu. Offenbar hat eine Markierung sie entschärft. Damit wurde der Einmündungstrichter deutlich eingeengt. Das Problem vorher: Der Rechtsabbieger aus Wedesbüttel vergewisserte sich mit einem Schulterblick nach links, dass kein Auto aus Wedelheine kommt und achtete nicht darauf, dass der Vordermann seinerseits doch noch angehalten hatte. So war es zu vielen Auffahrunfällen gekommen. Die Sperrfläche zeige nun offenbar Wirkung, sagt Enderle. Die Rechtsabbieger sind gezwungen, gerade auf die Haltelinie zuzufahren. So haben sie Blick auf die vorfahrtberechtigte Straße, ohne ihren Vordermann aus den Augen zu verlieren. Der tödliche Unfall vor wenigen Tagen hatte sich hingegen auf der Kanalbrücke ereignet und hat mit diesem Unfallschwerpunkt nichts zu tun.

Mehr aus Gifhorn Stadt

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.