Eichenprozessionsspinner

So kämpft der Kreis Gifhorn gegen die Raupe

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner: Im Kreis Gifhorn läuft bald die größte Aktion aller Zeiten an.

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner: Im Kreis Gifhorn läuft bald die größte Aktion aller Zeiten an.

Gifhorn. Draußen wird es immer grüner, und die Eichenprozessionsspinner machen auch schon wieder auf sich aufmerksam (AZ berichtete). Kein Wunder, dass der Umweltausschuss des Kreises gestern über die nun anlaufende Bekämpfung diskutierte – die größte ihrer Art.

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Jedenfalls ist Landrat Dr. Andreas Ebel keine größere Aktion bekannt. Laut Kreisrat Mirco Schmidt werden Fachleute rund 1800 Eichen abspritzen oder absaugen. Und: „Wir werden den Bacillus thuringiensis einsetzen“, kündigte Ebel an. Auf den Einsatz von so genannten Nematoden – Fadenwürmer, die die Raupen durchbohren, aber ansonsten für Mensch und Umwelt harmlos seien – verzichtet der Landkreis. Im Labor funktioniere das, in der Praxis zeige es kaum Wirkung, sagt Ebel.

Der Eichenprozessionsspinner sei geschlüpft, so der Landrat weiter. Deshalb würden die Bekämpfungsmaßnahmen bald anlaufen. „Das wird kurzfristig geschehen.“

„Wir wollen keine Eichen fällen“, sagte Ebel auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Und: Die Kommunen übernähmen in einem Schritt auch Bekämpfungen für Privatwaldbesitzer, könnten aber Geld zurück fordern. Auf die Nachfrage von Friedrich Lüers, ob die Biozid-Bekämpfung auch Auswirkungen über den Eichenprozessionsspinner hinaus habe, hieß es, dass der Wirkstoff auch andere Schmetterlingsarten töte. Einen weiter gehenden Antrag der Grünen zur Bekämpfung – zum Beispiel den Bacillus thuringiensis nur in Ausnahmefällen einzusetzen – lehnte der Ausschuss mit großer Mehrheit ab.

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Ist der Hausmüll nicht weg, sondern nur woanders? Beim Thema Abfallbilanz 2018 kam die Frage auf, ob die deutliche Senkung des Restmülls daran liege, dass vermehrt Abfall in der freien Landschaft lande. Diese Erkenntnisse hatte Jürgen Brunke vom Abfallwirtschaftsamt der Kreisverwaltung keineswegs. „Da sind keine Auffälligkeiten.“ Auch Ausschussvorsitzender Jochen Gese (CDU) hat das „nicht festgestellt“. Ansonsten kommentierte Brunke das Ergebnis beim Hausmüll – das Hausmüll-Aufkommen sank von 33.287,93 auf 30.539,44 Tonnen – damit, dass das System „inzwischen bei vielen Bürgern angekommen ist – aber nicht bei allen“.

Von Dirk Reitmeister

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