Schöffengericht

Mit Drogen-Plantage und Kabeldiebstahl aufgeflogen

Zwei Fälle in einem: Das Schöffengericht befasste sich jetzt mit Angeklagten, die eine Marihuana-Plantage aufgezogen und Buntmetalle aus dem alten Klinikum gestohlen hatten.

Zwei Fälle in einem: Das Schöffengericht befasste sich jetzt mit Angeklagten, die eine Marihuana-Plantage aufgezogen und Buntmetalle aus dem alten Klinikum gestohlen hatten.

Gifhorn. Zusammen mit einem 23-Jährigen wollte der 22-Jährige mal ausprobieren, was sie auf Youtube gesehen hatten: eine Marihuana-Plantage aufziehen. Die rund 350 Gramm schwere Ernte fuhr dann allerdings die Polizei ein. Die Güte der Ware checkte das Labor des Landeskriminalamts.

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Justiz wertet Fall als Verbrechen

Der Wirkstoffgehalt lag bei 3,4 Prozent, was 11,86 Gramm reinem THC-Gehalt entsprach. Das lag schon deutlich über der Grenze von 7,5 Gramm für die so genannte nicht geringe Menge. Deshalb wertet die Justiz diesen Fall als Verbrechen. Zumal die Ernte nicht allein zum Eigenkonsum gedacht war. Ein Teil sollte mit dem Verkauf die Stromkosten für die Plantage wieder einfahren.

Angeklagter konsumiert selbst

Der 22-Jährige räumte ein, bis vor einem Jahr selbst konsumiert zu haben. „Für zwei bis drei Mal im Jahr konsumieren treiben Sie so einen Aufwand?“ fragte der Vorsitzende Richter erstaunt. Im anderen Fall stieg der 22-Jährige zusammen mit einem 24-Jährigen dreimal im alten Klinikum ein und baute Kabel und Rohre aus. Zuvor hatte er bei einem Unternehmen gearbeitet, das auf dem Gelände tätig war.

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Bewährungsstrafen und Geldauflagen

Sein Arbeitgeber habe ihn „gelinkt“, und er habe Geld für die neue Wohnung gebraucht: „Ich dachte, ich hole mir, was mir zusteht.“ 561 Euro brachten ihm das illegal besorgte Kupfer und Zink. Laut dem Richter stand es dem Angeklagten auch „uneigentlich“ nicht zu – was der junge Mann einsah. Alle drei Angeklagten kamen noch einmal mit Bewährungsstrafen und Geldauflagen von jeweils 500 Euro davon. Der 22-Jährige müsste ansonsten für ein Jahr und zehn Monate einfahren, sollte er in den kommenden drei Jahren über die Stränge schlagen, die beiden anderen jeweils für ein Jahr.

Von Dirk Reitmeister

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