Aktion

Digitale Berufsorientierungsmesse: Die Allianz für die Region hofft auf bis zu 2000 Besucher

So könnte ein digitaler Messestand aussehen: Hier das Beispiel der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.

So könnte ein digitaler Messestand aussehen: Hier das Beispiel der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.

Gifhorn. Das wäre doch gelacht, wenn künftige Auszubildende und deren zukünftige Arbeitgeber nicht irgendwie in Kontakt miteinander kämen. Dafür gibt’s jetzt eine digitale Berufsorientierungsmesse, bei der sich Schüler und Ausbildungsbetriebe fünf Tage lang mehr oder weniger rund um die Uhr beschnuppern können. Vom Montag, 28. Juni, bis Freitag, 2. Juli, hat diese Messe, die unter der Schirmherrschaft des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil steht, ihre Pforten im Internet geöffnet.

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Hubertus Heil

Hubertus Heil

Hinter der Organisation steckt die Allianz für die Region, die sich unter anderem Madsack Medien Ostniedersachsen (MMO) – in diesem Verlag erscheint auch die Aller-Zeitung – und deren digitale Kompetenz an Bord geholt hat. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg als weiteren Kooperationspartnern wird die Allianz für die Region an den Schulen im Landkreis die Werbetrommel für diese Messe rühren.

„Den Schülerinnen und Schülern wird mit der Messe ein nachhaltiger Mehrwert geboten“

Stefan Gratzfeld

Stefan Gratzfeld

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Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, unterstützt die Messe gern: „Für die jungen Menschen in unserer Region ist die digitale Ausbildungsmesse eine großartige Möglichkeit, frühzeitig erste interessante Berührungspunkte mit der Berufswelt von Morgen zu sammeln. Den Schülerinnen und Schülern wird mit der Messe ein nachhaltiger Mehrwert geboten. Daher ist es uns eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu unterstützen und damit in die Zukunft der jungen Generation von Morgen zu investieren.“

Bernd Manthey, Leiter Berufliche Orientierung und Nachwuchssicherung bei der Allianz für die Region, ist zuversichtlich: „Wir sind auch Veranstalter der Berufsorientierungsmessen in Gifhorns Stadthalle gewesen.“ Die Vernetzung mit Unternehmen aller Größenordnungen in der Region einerseits und den Schulen andererseits sei gut, verweist er auf eine wesentliche Grundlage des Gelingens.

Die Schüler können später alleine oder mit der Familie einzelne Messestände noch mal gezielt ansteuern

Bernd Manthey

Bernd Manthey

Ganz praktisch funktioniert das so, dass sich Unternehmen aus der Region an einem digitalen Messestand präsentieren. Mit pdf-Dateien, mit Videos, mit Live-Chats – der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Manthey und sein Team sprechen im Vorfeld mit den Schulen. „Jede Schule bekommt von uns ein Zeitfenster“, erklärt er. Während dieses Zeitfensters – etwa 90 Minuten –tummeln sich dann die Schüler an den Messeständen, stellen erste Fragen, nehmen Kontakt auf. „Das Charmante am digitalen Format ist, dass die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb ihrer Zeit-Slots noch mal einzelne Messestände gezielt ansteuern können, vielleicht gemeinsam mit ihren Eltern. Außerdem können sie auch persönliche Gespräche mit Vertretern der Unternehmen oder Studienanbieter vereinbaren“, sagt Manthey.

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Bei vergleichbaren Veranstaltungen in Wolfsburg und Salzgitter gab es bis zu 50 000 Seitenaufrufe und 2000 Besucher, „wobei hinter einem Besucher auch mal eine ganze Schulklasse stecken kann“, so Manthey. Er rechnet mit einer ähnlichen Resonanz bei der Berufsorientierungsmesse in Gifhorn und hofft auf mindestens 40 Aussteller. „60 bis 70 wäre super.“ Für Firmen sei das digitale Format durchaus attraktiv, betont Manthey. „Es ist deutlich kostengünstiger als eine Präsenzmesse und auch weniger personalintensiv.“

Was Aussteller wissen müssen

Die digitale Messe orientiert sich an einem echten Messegelände. Es gibt einen Eingangsbereich, eine Messehalle und Messestände. Der Messestand ist für die Besucher über eine Aussteller-Übersicht erreichbar. Dort sind alle Unternehmen mit Basis-Informationen aufgeführt und die einzelnen Messestände verlinkt.

Auf jedem Stand können interaktive Elemente platziert werden. Diese sind optisch hervorgehoben und durch die Nutzer anklickbar. Dies können zum Beispiel sein: Dokumente, Grafiken, Videos, ein Chat, Links zu Webseiten etc. Es stehen vier verschiedene Vorlagen für Messestände zur Verfügung. Diese können jeweils durch Platzierung von Firmenlogos und gegebenenfalls die Nutzung von Hausfarben (für die Hintergründe) individualisiert werden.

Der Zielfokus bei den Ausstellern liegt bei Unternehmen/Institutionen, die im Landkreis Gifhorn ansässig sind. Alle allgemeinbildenden Schulen im Landkreis werden mit ihren Abschluss- und Vorabschlussklassen eingeladen.

Noch bis Dienstag, 15. Juni, können sich Unternehmen aus Stadt und Landkreis Gifhorn melden, die Branche ist völlig egal – je breiter die Mischung ist, desto attraktiver wird das Angebot für die Jugendlichen.

Hier können sich Aussteller das Anmeldeformular herunterladen:

Ansprechpartner bei MMO für alle Interessierten ist Mediaberater Ingo Fuhrmann, i.fuhrmann@mmo-niedersachsen.de, Tel. (05371) 80 81 16.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird eine digitale Grußbotschaft an die Schülerinnen und Schüler richten

Dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Schirmherrschaft übernommen hat, bedurfte übrigens keiner großen Überredungskunst: „Ausbildung und Berufsorientierung liegen ihm am Herzen“, sagt Manthey. Ein Anruf im Büro des Ministers, eine kurze Absprache – und nun wird Hubertus Heil eine digitale Grußbotschaft an die Besucherinnen und Besucher der digitalen Berufsorientierungsmesse richten.

Von Christina Rudert

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