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Überfall auf Sexmobil ab B188

Angeklagter streitet immer noch alles ab

Tatort an der B 188: in solch einem Sexmobil soll ein Mann eine Proistituierte vergewaltigt und ausgeraubt haben.

Tatort an der B 188: in solch einem Sexmobil soll ein Mann eine Proistituierte vergewaltigt und ausgeraubt haben.

Gifhorn/Hildesheim."Kein Geständnis, keine Reue – das wird die Höchstzahl an Negativpunkten bringen", warnte ihn sein Verteidiger zu Beginn. Die Beweislage sähe schlecht für ihn aus, zeitlich könne seine Geschichte nicht stimmen, so der Verteidiger weiter. Doch der 24-Jährige bestritt weiter die Tat.

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 Im Klinikum vernommen

Auch wollte er nicht, dass die Aussage der aus Bulgarien stammenden Prostituierten verlesen wurde. Jetzt muss die Kammer unter Vorsitz der Richterin Karin Brönstrup versuchen, die Frau in ihrem Heimatland zu finden und zu laden. Ein 41-jähriger Polizist, der die Hauptermittlungen führte, wurde als Zeuge gehört. Am Tag nach der Tat hatte er die Prostituierte im Klinikum Gifhorn vernommen. „Sie wirkte brutal zusammengeschlagen. Bei jedem Atemzug schien sie Schmerzen zu haben“, sagte er aus.

Mehrere Zeugenaussagen

Er schloss aus, dass jemand anderes als der Angeklagte für die Tat in Frage kommt. Das machte er daran fest, dass der letzte Kunde der Frau den Transporter gesehen hatte, mit dem der 24-Jährige von einem Arbeitskollegen zu dem Lovemobil gebracht wurde.

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Außerdem gäbe es Aussagen mehrerer Zeugen. Sie hätten die Prostituierte halbnackt auf der Straße gesehen und dabei auch den wegfahrenden Transporter wahrgenommen. Schließlich würden auch die Täterbeschreibung und das Phantomfoto auf den Angeklagten hinweisen, so der Polizist.

Vorläufige Festnahme

Auch der Eigentümer des Transporters, der 37-jährige Geschäftsführer einer hannoverschen Baufirma, sagte als Zeuge aus. Er hatte acht rumänische Bauarbeiter in einem Haus in Wittingen untergebracht, die auf einer Baustelle in Wolfenbüttel arbeiteten. Dort wurden sie zwei Tage nach der Tat vorläufig festgenommen. Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts erhielt aber nur der 24-Jährige.

Dessen Verteidiger wunderte sich noch über die Höhe des Lohns, den der 37-Jährige den Bauarbeitern gezahlt haben will. „300 bis 600 Euro pro Monat – wie kommt man da über die Runden“ fragte er nach. Sein Mandant und einer seiner Kollegen hatten monatliche Barzahlungen in Höhe von 1600 bis 2000 Euro angegeben.

Am kommenden Donnerstag geht der Prozess weiter.

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Von Bettina Reese

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