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Hannover / Brome

Eichenprozessionsspinner: Petition mit 7000 Unterschriften übergeben

Eichenprozessionsspinner bekämpfen: Eine Delegation aus dem Landkreis übergab Minister Olaf Lies (l.) die Petition.

Eichenprozessionsspinner bekämpfen: Eine Delegation aus dem Landkreis übergab Minister Olaf Lies (l.) die Petition.

Hannover.Mit der Petition fordern sie eine finanzielle Unterstützung des Landes, um die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners zu verhindern. Neben Anna Hoffmeister, die die Online-Petition gestartet hatte, waren unter anderem Andreas Ebel (CDU), Landrat des Kreises Gifhorn, sowie der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann (SPD) bei der Übergabe dabei.

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„Wir brauchen eine schnelle Lösung“

Die Petition wurde von der Landtagspräsidentin Gabriele Andretta, dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Axel Brammer (SPD), und Umweltminister Olaf Lies (SPD) entgegengenommen. Minister Lies appellierte an den Landkreis, nicht auf die Finanzierung zu warten, sondern schnell zu handeln. Ob die Maßnahmen zur Bekämpfung des EPS umgesetzt würden, sei nicht die Frage. „Wir brauchen eine schnelle und klare Lösung.“ Gleichzeitig machte er den Umstehenden wenig Hoffnung auf eine finanzielle Unterstützung des Landes: „Es gibt keinen natürlichen Weg für Landesmittel“, sagte der Umweltminister.

„Handeln, nicht reden“

Den Gifhornern reichte diese Aussage nicht. Sie forderten mit lauten Rufen: „Handeln, nicht reden.“ Lies verwies auf den Landkreis, der den EPS früh bekämpfen müsse. „Wir, seitens des Landkreises, haben alles unternommen“, erwiderte Landrat Ebel. Doch für eine optimale Bekämpfung des ESP fehlten die nötigen Mittel. „Ich bin der festen Überzeugung, dass der EPS ein landesweites Problem ist“, sagte er. Sabine Schlemmer-Kaune, Sprecherin des Umweltministeriums, verneinte das auf Anfrage. „Das ist ein punktuelles Problem von etwa vier Landkreisen“, sagte sie. Das Ministerium könne daher nur unterstützend wirken: Alle Landkreise hätten Richtlinien bekommen, die in den letzten Monaten an einem runden Tische entwickelt worden seien. „Wenn man feststellt, dass es ein landesweites Problem wird, muss man das natürlich neu bewerten.“ Anna Hoffmeister reichte das nicht: „Ich habe Angst um meine Familie und Freunde, wenn es in acht Wochen wieder losgeht.“

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Dringlichkeit deutlich geworden

Die Dringlichkeit sei deutlich geworden, sagte Landtagspräsidentin Andretta. „Wir sind beeindruckt, mit welchem Engagement Sie dabei sind.“ Nun müsse der Petitionsausschuss beraten.

Von Lisa Neugebauer

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