Je mehr Training, desto besser

Groß angelegte Studie: Sport im Alter senkt Sterberisiko

Auch regelmäßiges Schwimmen im Alter senkt das Sterberisiko.

Auch regelmäßiges Schwimmen im Alter senkt das Sterberisiko.

Joggen, Squash oder doch lieber zum Zumba-Tanzkurs? Welchen Sport wir machen, ist egal – Hauptsache, wir bewegen uns. Denn mit jeder Art von Bewegung senken wir im Alter das Sterberisiko. Zu diesem Ergebnis ist eine amerikanische Studie gekommen.

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Forschende des National Cancer Institute in Rockville, Maryland, haben mehr als 200.000 Erwachsene im Alter von 59 bis 82 in einer Langzeitstudie begleitet. Zwölf Jahre lang sammelten sie Daten zur sportlichen Aktivität und Gesundheit ihrer Probandinnen und Probanden. Sie wollten herausfinden, ob es Sportarten gibt, die das Sterberisiko im Alter stärker senken als andere. Um das zu überprüfen, verglichen die Forschenden sieben Sportarten miteinander: Joggen, Gehen, Fahrrad fahren, Schwimmen, Rückschlagsportarten wie Tennis oder Squash, Golf sowie sonstiges Ausdauertraining.

Sterberisiko sinkt um 13 Prozent

Um die unterschiedlich anstrengenden Sportarten vergleichen zu können, betrachteten die Forschenden deren sogenanntes metabolisches Äquivalent (MET). Dieses gibt an, wie viel Energie Menschen bei einer Aktivität verbrauchen. Dabei hat beispielsweise Gehen einen geringeren MET-Wert als Trampolinspringen. Der MET-Wert multipliziert mit der Dauer der Aktivität ergibt die MET-Stunde. Und die ist schneller voll, wenn man viermal 30 Minuten joggt, als wenn man genauso oft und lang spazieren geht.

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Die Probandinnen und Probanden richteten sich nach der Empfehlung der US-Gesundheitsbehörden, die, je nach Sportart, siebeneinhalb bis 15 MET-Stunden wöchentlichen Sports empfehlen. Dabei entsprechen beispielsweise fünf Zeitstunden zügigen Spazierengehens in der Woche zweieinhalb Zeitstunden Joggen.

Körperlich aktive Menschen haben geringeres Sterberisiko

Das Sterberisiko – egal, mit welcher Ursache – sank bei allen Teilnehmenden der Studie um durchschnittlich 13 Prozent, verglichen mit dem Sterberisiko von Menschen, die nicht körperlich aktiv sind. Und zwar unabhängig davon, welchem Sport sie sich im zwölfjährigen Erhebungszeitraum gewidmet hatten.

Die Forschenden analysierten außerdem, ob es einen Zusammenhang zwischen der jeweiligen Sportart und der Häufigkeit einer bestimmten Todesursache gab. Wer regelmäßig joggte, verringerte demnach das Risiko, an Krebs zu sterben, um 19 Prozent.

Besonders positiv: Rückschlagsportarten

Besonders positiv wirkten sich Rückschlagsportarten auf die Testpersonen aus: Ihr generelles Sterberisiko sank um 16 Prozent. Das Risiko, an einer kardiovaskulären Erkrankung wie einem Herzinfarkt zu sterben, wurde sogar um 27 Prozent verringert.

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Dies führen die Forschenden auf drei Faktoren zurück, die die körperliche Funktion zusätzlich verbessern: Rückschlagsportarten beanspruchen viele verschiedene Muskeln zur gleichen Zeit, erfordern eine gute Hand-Augen-Koordination und treiben den Puls mit kurzen Unterbrechungen immer wieder in die Höhe.

Trainierten Probandinnen und Probanden häufiger als empfohlen, sank ihr Sterberisiko stärker als bei jenen, die sich an die empfohlene wöchentliche Trainingszeit hielten. Andersherum reduzierten jene Teilnehmende, die weniger trainierten als vorgegeben, ihr Risiko nicht ganz so stark. Jedoch: Auch wenn sich eine Person nur selten zu einem Workout durchringen konnte, senkte dies ihr Risiko um 5 Prozent.

Es gilt also: Lieber ein bisschen Training als gar keines. Unabhängig von den Ergebnissen ihrer Studie sei es aber das Wichtigste, im Alter den Sport zu treiben, der einem Spaß macht, betonen die Forschenden: Davon profitiere man am meisten.

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