Greenpeace-Studie: Antibiotikaresistente Keime im Abwasser von Schlachthöfen

Bayern, Regensburg: Eine Petrischale mit MRSA-Keimen (Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus), aufgenommen im Universitätsklinikum. Die Welt braucht im Kampf gegen resistente Bakterien neue Antibiotika.

Eine Petrischale mit MRSA-Keimen (Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus), aufgenommen im Universitätsklinikum. Die Welt braucht im Kampf gegen resistente Bakterien neue Antibiotika.

Hamburg, Greifswald. Mit Abwässern aus Schlachthöfen gelangen einer Studie zufolge antibiotikaresistente Keime direkt in die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Greenpeace-Recherche, für die Abwasserproben aus sieben Schlachtbetrieben aus drei Bundesländern analysiert wurden, wie die Umweltschutzorganisation am Donnerstag mitteilte. Unter anderem seien Betriebe von Tönnies, Westfleisch und Wiesenhof beprobt worden, hieß es. 30 der insgesamt 33 untersuchten Proben enthielten antibiotikaresistente Keime.

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Massentierhaltung sei ein Grund für Unwirksamkeit von Antibiotika

Auch Schlachthöfe verbreiteten Resistenzen gegen überlebenswichtige Antibiotika und würden damit dazu beitragen, dass Infektionskrankheiten immer schwerer zu behandeln sind, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann. Die zunehmende Unwirksamkeit von Antibiotika sei eine Folge der Massentierhaltung.

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Die Abwasserproben wurden den Angaben zufolge von Greenpeace-Rechercheuren im November und Dezember 2020 genommen und an der Universität Greifswald analysiert. Fast alle beprobten Schlachtbetriebe leiteten ihr Abwasser direkt in die Umwelt ein und seien daher eindeutig als Verursacher der mikrobiellen Belastung des Wassers auszumachen, hieß es.

RND/epd

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