Serieller Hybrid

Nissan X-Trail: Die neue Generation fährt mit einem ganz besonderen Antrieb

Der Nissan X-Trail e-Power ist ein angenehm und komfortabel zu fahrendes Auto.

Der Nissan X-Trail e-Power ist ein angenehm und komfortabel zu fahrendes Auto.

Geringe Reichweite, ungewisse Batteriealterung, schlechte Ladeinfrastruktur und nicht zuletzt die hohen Preise lassen viele Autofahrerinnen und Autofahrer beim Kauf eines Elektroautos noch zögern. Genau diese möchte Nissan mit dem neuen X-Trail abholen. Die mittlerweile vierte Generation des beliebten SUV – allein vom Vorgänger wurden weltweit drei Millionen Einheiten verkauft – fährt mit einem ganz besonderen Antrieb vor. Er heißt e-Power und ist ein Mix aus Elektromotor und Dreizylinder-Benziner.

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Das haben andere Hybride zwar auch, doch Nissan wählte eine bislang einmalige Version. Angetrieben wird der X-Trail ausschließlich elektrisch. Hierzu sitzt eine 140 kW starke E-Maschine an der Vorderachse. Der Strom kommt aus einer relativ kleinen Batterie. Sie hat lediglich eine Kapazität von 2,1 kWh.

Schnuppern am elektrischen Fahrgefühl: Der Nissan X-Trail.

Schnuppern am elektrischen Fahrgefühl: Der Nissan X-Trail.

Viel zu wenig, um damit ausreichend elektrisch unterwegs zu sein. Nissans Ingenieure wenden nun folgenden Trick an: Sie nutzen einen Dreizylinder-Benziner als Energielieferant, und dies ausschließlich. Eine mechanische Verbindung zu den Rädern existiert nicht. Der 1,5-Liter-Motor treibt einen Generator an, der den produzierten Strom zur E-Maschine und in die Batterie schickt.

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Nissan setzt auf seriellen Hybrid

Das Ganze nennt sich serieller Hybrid. Klingt ein wenig kompliziert, fährt sich aber ganz entspannt. Der Fahrer muss sich um nichts kümmern, alles steuert die Elektronik. Nach dem Start geht es stets elektrisch los. Wer es vorsichtig angehen lässt, kann sogar einige Kilometer nur mit dem Strom der Batterie unterwegs sein, ohne dass der Benziner sich dazu schaltet und neue Energie bereitstellt.

Normal gefahren ist im Hintergrund leise der Dreizylinder zu hören. Dadurch, dass er nicht die Räder antreiben muss, können die Entwickler ihn stets in einem sehr effizienten Drehzahlbereich und sogar mit einem variablen Verdichtungsverhältnis laufen lassen. Das zahlt letztlich auf den Verbrauch ein. Auf unserer Testfahrt durch den hessischen Taunus zeigte das Display mit 5,9 sogar weniger als den WLTP-Normwert von 6,2 l/100 km an. Am meisten spart Nissans neues SUV in der Stadt, da hier der elektrische Fahranteil am höchsten ist.

Der X-Trail e-Power ist ein sehr angenehmes und komfortabel zu fahrendes Auto, gut abgestimmt, leise und bequem. Auch was die Leistungsentfaltung angeht, überzeugt das 4,68 Meter lange SUV. Allerdings: Der Testwagens hatte einen zusätzlichen, 100 kW starken Elektromotor an der Hinterachse, somit Allradantrieb. Das Ganze hat nicht nur den etwas merkwürdigen Marketingnamen e4ORCE (ausgesprochen i-force), sondern liefert auch eine Systemleistung von 157 kW (214 PS) sowie 330 Newtonmeter an der Vorder- und 195 an der Hinterachse, genug, um den X-Trail in nur sieben Sekunden auf Tempo 100 sprinten zu lassen.

Gelungene Mischung aus digitalen Anzeigen, Touchscreen und physischen Schaltern: Das Cockpit des Nissan X-Trail in hochwertig ausgestattetem Umfeld.

Gelungene Mischung aus digitalen Anzeigen, Touchscreen und physischen Schaltern: Das Cockpit des Nissan X-Trail in hochwertig ausgestattetem Umfeld.

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Wohlfühlambiente im Innenraum

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt das SUV bei Verarbeitung und bei der Auswahl der Materialien im Innenraum. Das Design des Cockpits wirkt zeitgemäß, ist eine gelungene Mischung aus digitalen Anzeigen, Touchscreen und physischen Schaltern, zum Beispiel für die Klimaanlage. Man findet sich schnell zurecht, sitzt hervorragend (gute Verstellmöglichkeiten von Sitz und Lenkrad) und hat eine recht gute Übersicht.

Konzipiert wurde der X-Trail in erster Linie als Familienauto. Entsprechend variabel ist seine Sitzanlage. In der Basis ist er ein Fünfsitzer, optional kann aber eine dritte Sitzreihe bestellt werden, die allerdings nur Kindern Platz bietet. Die zweite Sitzreihe lässt sich zudem in Längsrichtung verschieben, sodass entweder die Passagiere mehr Beinfreiheit haben oder dem Gepäck im Kofferraum mehr Platz zur Verfügung steht.

Assistenzsysteme sind reichlich an Bord

Voll auf Höhe der Zeit ist Nissan auch beim Thema Assistenzsysteme. Die moderne Plattform erlaubt ein ganzes Bündel an elektronischen Helferlein, vom Head-up-Display und Querverkehrwarner über Verkehrszeichenerkennung bis hin zum Stauassistent und autonomer Parkfunktion. Manches gehört bereits in der Basis zum Serienumfang, anderes ist abhängig von der Ausstattungslinie.

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Konzipiert als Familienauto mit genügend Platz für Mensch und Gepäck: Der Nissan X-Trail in der Heckansicht.

Konzipiert als Familienauto mit genügend Platz für Mensch und Gepäck: Der Nissan X-Trail in der Heckansicht.

1500 Euro Aufpreis für e-Power

Der Einstieg in den X-Trail beginnt bei 35.500 Euro. Wer die e-Power-Hybridtechnik möchte, zahlt 37.000 Euro. Den Allradantrieb e4ORCE gibt es erst ab der Acenta-Ausstattung, dann kostet der X-Trail mindestens 44.500 Euro. Bestellungen gehen ab sofort. Geduld sollte man allerdings aufbringen, bis das Auto auf dem Hof des Händlers steht. Alle X-Trails für Europa werden in Japan gebaut. Allein das Schiff hierher braucht sechs Wochen.

 

Nissan X-Trail e-Power e4ORCE

Antrieb: Allrad

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Motor: Elektromotor

Leistung: 140 kW/190 PS

Generator: 1,5-Liter-Dreizylinder

Leistung: 116 kW/158 PS

Max. Systemleistung: 157 kW/214 PS

Max. Drehmoment: 330 Nm vorne, 195 Nm hinten

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0-100 km/h: 7,0 s

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

Länge/Breite/Höhe: 4,68/1,84/1,72 m

Verbrauch: 6,3 bis 6,7 l Super

Leergewicht: 1908 kg

Kofferraum: 575 bis 1.396 l

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Preis: ab 44.400 Euro

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