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Der Kia Sorento Plug-in-Hybrid im Alltagstest

Praktisch, genügsam im Verbrauch und universell einsetzbar: Der Kia Sorento 1.6 T-GDI PHEV AWD 7S.

Dass den Südkoreanern das Siegel „trutschig“ verpasst wurde, wenn es um ihre Autos ging, ist viele Jahre her. Mittlerweile müssen die Europäer vor lauter Innovationsfreude und Designmut in Seoul aufpassen, nicht selbst ein solches Etikett verpasst zu bekommen. Musterbeispiel für den Imagewandel ist der Kia Sorento 1.6 T-GDI PHEV AWD 7S. Wir sind den ebenso schicken wie praktischen SUV zwei Wochen lang gefahren.

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Einer der ersten Einsätze für den Sorento waren gut 160 Kilometer auf der A7 von Hamburg nach Hannover. Wie bei jedem Fahrzeug mit (anteiligem) Elektroantrieb sind es auf der Autobahn zwei Dinge, die zum unerlässlichen Testrepertoire gehören: die Beschleunigungswerte und der Verbrauch bei moderatem Tempo. Von 0 auf 100 km/h schafft es der 2015 Kilogramm schwere Sorento in 8,7 Sekunden, was eine ordentliche Leistung ist, da es sich ja um ein Alltagsfahrzeug und nicht um einen Sportwagen handelt. Dennoch wird der Stromanteil an der Dynamik des Fahrzeugs deutlich – vor allem auf der Landstraße. Bis etwa 130 km/h lässt sich der Sorento allelektrisch beschleunigen, danach greift der Benziner unterstützend ein.

Eine Alltagseffizienz, die herausragt

Der unsichtbare Clou des Kia Sorento 1.6 T-GDI PHEV AWD 7S, den es in der höchsten Ausstattungskategorie Platinum ab 59.590 Euro zu kaufen gibt, ist die Rekuperation. Nachdem in Hannover nach Autobahn und einer Fahrt ganz in den Süden der Stadt die Batterie leer war, bot es sich auf der Rückfahrt gen Norden an, einmal den sportlichen Modus einzuschalten, anstatt immer nur Eco oder vollelektrisch zu fahren.

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Nach den 160 Autobahnkilometern – größtenteils im Sportmodus und meist zwischen Tempo 150 und 160 – war die Batterie zu 100 Prozent aufgefüllt und zeigte eine elektrische Reichweite von 58 Kilometern an. Zu dem Zeitpunkt übrigens wies der Gesamtverbrauch 7,4 Liter auf 100 km/h aus – Wiederauffüllen der Batterie inbegriffen. Das ist eine Alltagseffizienz, die wirklich herausragend ist – auch wenn sie indirekt mittels zweier Kia-Eigenarten erwirtschaftet wird.

Markante Front mit der Kia-typischen Tigernase: Der Sorento fällt durchaus auf mit seinem kantig-kernigen Design.

Markante Front mit der Kia-typischen Tigernase: Der Sorento fällt durchaus auf mit seinem kantig-kernigen Design.

Klimaneutral Heizen, das geht nicht

Denn sobald man den Energiesparmodus „Eco“ einschaltet, wird der Allradantrieb deaktiviert. Das bedeutet, dass der Sparmodus besser nicht im Gelände, in den Alpen oder in steilen Garageneinfahrten ausprobiert werden sollte. Die zweite Besonderheit betrifft die kältere Jahreszeit, weswegen sie in unserem Test, der sich zwischen 21 und 38 Grad Außentemperatur abspielte, auch nicht verifiziert werden konnte. Nutzt man die Heizung beziehungsweise die Heizungsfunktion der Klimaanlage, wird die Wärme nicht durch die Elektrik, sondern mittels des Verbrenners erzeugt. Bei Kia heißt es dazu, dass dabei nicht mehr Energie verbraucht werde als bei Standheizungen.

Dennoch, für Puristen bedeutet das: So lange ich heize, kann ich meinen Sorento nicht gänzlich klima- respektive CO₂-neutral bewegen. Und fällt die Batterieladung unter die Viertelmarke, mischt sich automatisch wieder der Benziner ein, bis man zur Ladestation fährt. Das Laden allerdings, sofern es an den üblichen innerstädtischen Miniwatt-Zeitfressern geschieht, ist nicht so die freudvollste Angelegenheit.

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Kleine Details erhöhen den Fahrspaß

Rund drei Stunden und 50 Minuten dauert es bei Wechselstrom. Mehr als 7,2 kW sind nicht drin. Aber dafür gibt es ja den fabelhaften Wiederaufladungseffekt. Denn die Rekuperations-Effizienz sucht in der Tat ihresgleichen und sorgt dafür, dass bei etwas vorausschauender Routenwahl und Fahrweise stets ein elektrischer Puffer für die innerstädtischen Fahrten zur Verfügung steht – auch ohne dass man eine Ladesäule besuchen müsste.

Edel ausgestattetes Cockpit: Blick auf den Arbeitsplatz des Sorento.

Edel ausgestattetes Cockpit: Blick auf den Arbeitsplatz des Sorento.

Diese Fahreffizienz macht schon einen großen Teil der immensen Alltagstauglichkeit aus; der Rest zeichnet sich in der obersten Ausstattungsklasse Platinum durch jede nur erdenkliche Bequemlichkeit und Ausstattungsraffinesse aus. Sei es, dass der Sitz zum Einsteigen zurückfährt oder sich die Sitzbelüftung mit der Klimaanlage koppeln lässt – solch kleine Details, die nicht lebensnotwendig sind, erhöhen den Fahrspaß ungemein.

Und was das Praktische anbelangt, seien nur kurz die Kofferraummaße erwähnt: 809 Liter. Das ist reichlich. Braucht man noch mehr Stauraum, dann lässt sich die zweite Sitzreihe bequem per Fernentriegelung umklappen, sodass das Fassungsvermögen beim Fünfsitzer auf 2077 Liter wächst.

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Zu seinem 20-jährigen Bestehen jedenfalls präsentiert sich jeder Zentimeter des 4,81 Meter langen Sorento durchdacht, frisch, versatil und als das krasse Gegenteil von trutschig – ein Auto wirklich für die ganze Familie, für jede Lebenslage, Stadt und Land, Einkauf oder Urlaub, Bummeln oder Flitzen. Es kann einfach nicht mehr allzu lange dauern, bis es diesen Effizienzlaster auch als Vollstromer gibt.

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