Reduktion von CO₂-Emissionen

Googles grünes Blatt bringt energiesparende Routen auf deutsche Karten

Google schlägt nun auch spritsparende Routen vor.

Google schlägt nun auch spritsparende Routen vor.

Ein grünes Blatt als Symbol für mehr Umweltschutz bei der Fahrtroute: Google führt nach dem Start in Nordamerika auch in seiner deutschen Karten-App die Möglichkeit ein, kraftstoffsparende Routen auszuwählen. Die Software analysiert für die Vorschläge sowohl den Streckenverlauf zum Beispiel auf eventuelle Steigungen als auch auf das aktuelle Verkehrsaufkommen, wie der Internetkonzern am Donnerstag mitteilte.

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Offenbar steht die neue Google-Maps-Software nicht jedem Endnutzer und jeder Endnutzerin ab einem Zeitpunkt X zur Verfügung. Stattdessen werde die neue Version mit ihren Funktionen in den kommenden Wochen sukzessive in Deutschland ausgerollt. Es kann also sein, dass die Verfügbarkeit von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich ist, hieß es auf Nachfrage des RND.

Die neue Version von Google Maps zeigt künftig neben der schnellsten Route auch die kraftstoffsparende Route als Option an, sofern diese nicht bereits die schnellste ist. Gekennzeichnet wird die durch ein grünes Blatt. Auf einen Blick lassen sich so laut Google die relative Kraftstoffersparnis und der Unterschied in der geschätzten Ankunftszeit zwischen den Routen sehen und die am besten geeignete auswählen. Für Deutschland, wo Alternativantriebe schon stark verbreitet sind, hat Google die Software noch verfeinert.

Routenauswahl nach Antriebstyp

Anders als in den Vereinigten Staaten, in denen Verbrennungsmotoren insgesamt noch stark dominieren, können Nutzer und Nutzerinnen in Deutschland angeben, ob sie mit einem Benziner, einem Diesel, einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug unterwegs sind. Für den Deutschland-Start sei die Software mit hiesigen Verkehrsmustern und dem Verbrauch üblicher Fahrzeugtypen trainiert worden, betonte Google-Manager Timo Rang. Die Nutzer und Nutzerinnen können in den Einstellungen auch auswählen, dass die App generell kraftstoffsparende Routen bevorzugen soll, wenn die Ankunftszeiten ähnlich sind.

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Sparpotenzial von mehr als einer Million Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr?

Laut Rang habe man durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Modellen des National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US‑Energieministeriums errechnet, dass durch die Benutzung der kraftstoffsparenden Routen auf Google Maps schätzungsweise weltweit mehr als eine Million Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr vermieden werden könnten. Seit die Funktion auf Google Maps in den USA und Kanada eingeführt wurde, habe man eine Menge an CO₂-Emissionen eingespart, die der Stilllegung von 100.000 Verbrennerautos entspräche, so Rang.

Jeff Gonder vom NREL ergänzt: „Die kraftstoffsparende Routenplanung von Google Maps hat enormes Potenzial, die Emissionen deutlich zu senken und Autofahrenden Geld für Benzin, Diesel und Energie zu sparen. Und das ist sowohl für die Menschen als auch für den Planeten gut.“

RND/dk/dpa

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