Sechszylinder-Motoren und erstmals ein Plug-in-Hybrid

Der neue CX-60: Mit diesem SUV will Mazda gegen die Premium-Konkurrenz punkten

Der Mazda CX-60 e-Skyactiv: Hybridangriff auf die Premium-Klasse.

Der Mazda CX-60 e-Skyactiv: Hybridangriff auf die Premium-Klasse.

Emotionaler im Design und eigensinnig in der Technik, stets ein wenig anders als die übrigen japanischen Autohersteller. So könnte man Mazda pauschal charakterisieren. Während andere auf Turbo und Hybrid setzen, tüfteln Mazdas Ingenieure lieber an einem Mix aus Diesel- und Otto, ja haben sogar einen Wankelmotor im Regal.

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Jetzt kommt Mazda erneut mit etwas Besonderem auf den Markt, das aber eigentlich ein alter Hut und geradezu typisch für Premium-Hersteller ist: der Standardantrieb. Dieser Begriff bezeichnet ein Antriebs-Layout, bei dem der Motor in Längsrichtung vorne eingebaut ist, der Antrieb aber mittels Kardanwelle über die Hinterräder erfolgt. Klassische Beispiele sind bei BMW die Dreier- und Fünfer-Baureihe und bei Mercedes die Modelle der C-, E- und S-Klasse.

Was steckt hinter der neuen Plattform?

Warum kommt Mazda nun ausgerechnet jetzt damit? In einer Zeit, wo an jeder Ecke neue Elektro-Architekturen entstehen. Antwort: Die Marke möchte sich in Richtung premium entwickeln. Und hier bedarf es – neben einer Topverarbeitung und hochwertigen Materialien im Interieur – in erster Linie eines hohen Fahrkomforts. Dieser kann über den Standardantrieb besser realisiert werden. Die Lenkung ist beispielsweise frei von Antriebseinflüssen. Zudem haben Mazdas Techniker zwei brandneue Reihensechszylinder entwickelt. Motoren dieser Bauart gelten physikalisch als besonders ausgewogen und laufruhig. Man denke nur an die legendären Dreiliter-Aggregate von BMW.

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Die „Large Platform“, wie Mazda seine neue Premium-Architektur nennt, ist auch bestens geeignet, einen Plug-in-Hybrid aufzunehmen. Es ist das erste Mal in der Firmengeschichte, dass man sich für diese teilelektrische Antriebsform entscheidet. Sie bildet den Auftakt der Elektrifizierungsstrategie. Bis 2025 will Mazda global fünf Vollhybride (HEV), fünf Plug-in-Hybride (PHEV) und drei vollelektrische Modelle (BEV) in seinem Portfolio haben. Ab 2025 wird es sogar eine reine BEV-Plattform geben, die extrem flexibel ausgelegt ist und für diverse Fahrzeugsegmente eingesetzt werden kann.

Zunächst nur als Plug-in-Hybrid verfügbar

Zum Marktstart im Sommer kann der Kunde den CX-60 lediglich als sogenannten e-Skyactiv PHEV bekommen. Unter der Haube stecken hier ein 2,5-Liter-Vierzylinder mit 191 kW und ein 100 kW starker Elektromotor. Als Systemleistung werden üppige 241 kW angegeben, nach alter Rechnung sind das 327 PS. Das Drehmoment beträgt 500 Newtonmeter. Beide Werte markieren eine Spitze in der Mazda-Historie – und dürften dem immerhin 4,75 Meter großen SUV einen äußerst souveränen Charakter verleihen. Bis zu 63 Kilometer soll der CX-60 rein elektrisch schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 140 km/h. Ansonsten ist die Spitze auf 200 km/h limitiert.

Anfang 2023 hält ein 3,3 Liter großer Reihensechszylinder-Diesel Einzug in das neue Flaggschiff der Marke. Für die stressfreie Bewältigung langer Strecken ist der Selbstzünder – hier ausgelegt als Mildhybrid – noch immer die effizienteste Kombination aus niedrigem Verbrauch und kürzester Reisezeit. Die höchste Laufruhe verspricht Ende nächsten Jahres dann der Dreiliter-Benziner, ebenfalls mit 48-Volt-Mildhybrid-Technik ausgestattet.

Kamera misst den Abstand zu den Augen

Doch nicht nur über die Antriebstechnik – es gibt auch eine neue Achtgang-Automatik mit elektronischer Kupplung – haben sich die Mazda-Ingenieure viele Gedanken gemacht, sondern auch um den Premium-Anspruch im Interieur. Edle Materialien und eine präzise Verarbeitung gepaart mit einem Mazda-typischen, reduzierten Design, prägen das Cockpit. Man fühlt sich sofort wohl. Besonders, wenn man das „Driver Personalization System“ in Anspruch genommen hat. Erstmalig überhaupt in einem Auto misst eine Kamera den Abstand zu den Augen der Person hinter dem Lenkrad, um aus dessen Körpergröße (wird zuvor auf dem Display eingegeben) die optimale Sitzposition zu ermitteln. Ebenso neu ist das Assistenzsystem „See-Through View“, ein digitaler 360-Grad-Monitor der nächsten Generation. Auf dem Bildschirm kann man beim Rangieren und Parkieren scheinbar durch das Auto hindurchschauen und sieht genau, was im nahen Umfeld eventuell gefährlich werden könnte.

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Der CX-60 soll vor allem den etablierten Wettbewerbern wie Audi, Mercedes, BMW und Volvo, aber auch Lexus und Genesis auf die Pelle rücken. Ob die Premium-Strategie von Mazda Erfolg hat, wird sich zeigen. Preislich beginnt der Spaß bei 47.390 Euro, in der höchsten Ausstattungsvariante Takumi kostet der CX-60 52.890 Euro und bleibt damit deutlich unter seinen avisierten Konkurrenten. Das ist schon mal ein guter Start.

 

Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV

Motor: 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner plus Elektromotor

Leistung: 241 kW/327 PS

Max. Drehmoment: 500 Nm

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0–100 km/h: 7,6 s

Spitze: 200 km/h (abgeregelt)

El. Reichweite: 63 km

Verbrauch: 1,5 l Super (WLTP)

CO-Emission: 33 g/km (WLTP)

Länge/Breite/Höhe: 4745/1890/1680 mm

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Radstand: 2870 mm

Kofferraum: 570 bis 1726 l

Leergewicht: 2055 kg

Getriebe: 8-Gang-Automatik

Preis: ab 47.390 Euro

Motor: ElektroLeistung: 300 kW/408 PSMax. Drehmoment: 660 Nm 0–100 km/h: 4,7 sSpitze: 180 km/h (abgeregelt)Batteriekapazität: 78 kWhVerbrauch: 20,7–22,3 kWh/100 km (WLTP)Reichweite: 444 km (WLTP)CO₂-Emission: 0 g/kmLänge/Breite/Höhe: 4440/2034/1591 mmRadstand: 2,702 mKofferraum: 413-1205 lLeergewicht: 2207 kgGetriebe: EingangautomatikPreis: ab 57.890 Euro

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