Im Museum

Auf diesem alten Kriegsschiff gibt es einen „Escape Room“

Auf dem ehemaligen Zerstörer „Mölders“ (D186) bietet das Marinemuseum Wilhelmshaven in der Offiziersmesse einen „Escape Room“ an, in den sich Museumsbesucher freiwillig einschließen lassen können.

Auf dem ehemaligen Zerstörer „Mölders“ (D186) bietet das Marinemuseum Wilhelmshaven in der Offiziersmesse einen „Escape Room“ an, in den sich Museumsbesucher freiwillig einschließen lassen können.

Wilhelmshaven. Eingeschlossen im Museum: Im Marinemuseum in Wilhelmshaven können Besucherinnen und Besucher genau das nun für etwa eine Stunde ausprobieren - und zwar auf dem größten Exponat der Sammlung, dem deutschen Museumskriegsschiff „Mölders“. Unter Deck hat das Museum dafür einen sogenannten Escape Room eingerichtet. Bei diesem Spiel müssen Teams innerhalb einer bestimmten Zeit Aufgaben lösen, um ein Rätsel zu knacken und um so aus dem Escape Room zu entkommen. „Es geht um eine spielerische Geschichtsvermittlung, denn die Rätsel haben alle etwas mit der „Mölders“ oder der Marinegeschichte zu tun“, sagte die Leiterin des Museumsbetriebs des Deutschen Marinemuseums, Nina Nustede.

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Der Raum, aus dem die Spielerinnen und Spieler entkommen müssen, ist die alte Offiziersmesse der „Mölders“. Diese war in dem Rundgang des Schiffes, das seit 2005 ausgemustert am Marinemuseum liegt, bislang nur durch Bullaugen von außen zu sehen gewesen. Das eigens von der Museumspädagogik entwickelte „Escape Game“ biete nun auch dort einen Einblick, teilte das Marinemuseum mit. Die Geschichte des Spiels: Das Museumsschiff entwickelt ein Eigenleben, hält die Besucherinnen und Besucher gefangen und möchte diese in Schiffsgeister verwandeln.

Museumsbesucher, die freiwillig in einem sogenannten „Escape Room“ eingeschlossen sind, lösen gemeinsam eine Reihe von Rätseln, um den Raum wieder verlassen zu können.

Museumsbesucher, die freiwillig in einem sogenannten „Escape Room“ eingeschlossen sind, lösen gemeinsam eine Reihe von Rätseln, um den Raum wieder verlassen zu können.

Verschiedene Rästel und Schwierigkeitsgrade

Vier bis acht Spielerinnen und Spieler können sich für etwa eine Stunde in die Offiziersmesse einsperren lassen. Gemeinsam müssen sie dann den Fluchtweg erknobeln. „Die Story ist fiktiv, aber die Rätsel selbst sind mit historischen Fakten verbunden“, sagt Nustede. Dabei müssen in der Originalausstattung der Offiziersmesse etwa Wörter- und Pyramidenrätsel gelöst werden. Zudem geht es um Flaggen, Navigation und auch Morsezeichen. Marinevorwissen sei hilfreich, aber nicht nötig, sagte Nustede. Es gebe unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

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Das Spiel wurde ursprünglich für den Wilhelmshavener Havensommer konzipiert. „Diese beiden Termine sind so schnell ausgebucht gewesen, dass wir beschlossen haben, den Escape Room ab September in unser reguläres Programm aufzunehmen“, sagte Nustede. Buchungen sind nun für Spieltermine ab dem 19. September möglich.

Immer mehr Escape Rooms in Museen

Escape Rooms wurden zuletzt immer häufiger von Museen und an historischen Orten eingerichtet, um spielerisch Wissen zu vermitteln. So öffnete kürzlich ein Escape Room in einer mittelalterlichen Burg in Sachsen. In Wittenberg in Sachsen-Anhalt gibt es eine Lutherausstellung als Escape Room.

Von RND/ dpa

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