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Letzter Feinschliff

Wohl ältester Paternoster der Welt fährt bald wieder in Hamburg

Kunsthistoriker Robin Augenstein (l) und Patric Wagner, Geschäftsführer Imbora Aufzugsdienst, stehen in den Kabinen des wohl ältesten Paternosters der Welt im Hamburger Flüggerhaus.

Kunsthistoriker Robin Augenstein (l) und Patric Wagner, Geschäftsführer Imbora Aufzugsdienst, stehen in den Kabinen des wohl ältesten Paternosters der Welt im Hamburger Flüggerhaus.

Hamburg. Nach mehreren Jahrzehnten Dornröschenschlaf soll der wohl älteste Paternoster der Welt im Hamburger Flüggerhaus schon in diesem Jahr wieder laufen. Nach seiner Wiederentdeckung hinter einer Hartfaserverschalung und aufwendiger Restaurierung steht für September der letzte Feinschliff durch einen Holzfachmann auf dem Plan, wie Signa-Projektleiter Ansgar Stock der Deutschen Presse-Agentur sagte. Neuer Eigentümer des Kontorhauses aus dem Jahr 1908 ist das Unternehmen Signa Real Estate, das die Kosten für die Restaurierung in Abstimmung mit Behörden und Prüfinstituten übernommen hat.

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Entdeckt hat den Oldtimer mit 14 jeweils 250 Kilogramm schweren Kabinen im Mahagoni-Look 2018 der Kunsthistoriker Robin Augenstein. „Hier handelt es sich eher um ein Standardmodell, aber es ist ein besonders schöner und in der Bauform in Deutschland einmaliger Paternoster“, so Augenstein.

Den Recherchen des Kunsthistorikers Augenstein ist es zu verdanken, dass ein alter Paternoster in einem Hamburger Geschäftshaus wieder entdeckt wurde.

Den Recherchen des Kunsthistorikers Augenstein ist es zu verdanken, dass ein alter Paternoster in einem Hamburger Geschäftshaus wieder entdeckt wurde.

200 Paternoster in Deutschland in Betrieb

Als ältester erhaltener Paternoster der Welt läuft der Aufzug nun dem des Wiener Hauses der Industrie von 1910 den Rang ab. Zum Hotspot für Paternoster-Fans wird er aber nicht werden: Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich, lediglich Fahrten jeweils am Tag des offenen Denkmals stellt der Eigentümer in Aussicht.

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Die Hansestadt war einmal Vorreiter bei Paternostern. Um 1900 gab es weit mehr als 100 davon. Dagegen durfte etwa in Berlin bis in die 20er Jahre wegen eines Verbots der Baupolizei kein solcher Aufzug eingebaut werden. Heute sind in Deutschland noch rund 200 der 1875 in London erfundenen Paternoster in Betrieb. In Hamburg sind es noch etwa 20 Exemplare - sehenswerte Umlauf-Aufzüge gibt es etwa im Slomanhaus am Hafen sowie in der Finanzbehörde.

Von RND/dpa/Ulrike Cordes

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