Gran Canaria/Teneriffa

Kanaren: Familie zeigt letztes Foto des Backpackers aus Diepholz

Vermutlich Teneriffa: Dieses Foto postete der 23-Jährige am 4. August auf Instagram.

Vermutlich Teneriffa: Dieses Foto postete der 23-Jährige am 4. August auf Instagram.

Las Palmas/Stolzenau. Es sind jetzt fast drei Wochen her, dass die Eltern und der Bruder zuletzt etwas von Rucksacktourist Oliver Heise gehört haben. Der 23-Jährige wird seit dem 4. August auf den Kanarischen Inseln vermisst, einen Tag zuvor landete der junge Mann aus Diepholz auf Gran Canaria. Die Familie gibt die Hoffnung nicht auf und veröffentlichte am Wochenende das mutmaßlich letzte Foto des Backpackers – entstanden wahrscheinlich auf Teneriffa. Die spanische Polizei hüllt sich auch auf Nachfrage in Schweigen.

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Bruder und Mutter posteten einen Screenshot in sozialen Medien, der Oliver Heise auf einer Anhöhe mit rotem Sand, Stromleitungen und einem Felsen mit Blick aufs Meer zeigt. „Wir suchen immer noch verzweifelt Hinweise“, schreibt die 51-Jährige aus Leese bei Stolzenau (Kreis Nienburg) in einer Gran-Canaria-Gruppe auf Facebook. Der 23-Jährige trägt auf dem Foto ein Beduinentuch auf dem Kopf, entstanden sein soll es am 4. August gegen 18 Uhr auf Teneriffa.

Oliver Heise tritt Rückflug nach Hannover nicht an

Die Verwandten mutmaßen, dass der 23-Jährige noch per Fähre zur Nachbarinsel weiterreiste. Oliver Heise wollte die erste Nacht auf Gran Canaria in einer Höhle übernachten und dann weiter nach Teneriffa und La Gomera. Auf allen bisherigen Reisen meldete der 23-Jährige sich regelmäßig, doch dieses Mal brach der Kontakt völlig ab. Zwei Tage lang habe das Handy noch Nachrichten empfangen, sie wurden aber nicht mehr gelesen. Auch die geplante Rückreise am 16. August nach Hannover trat der Backpacker nicht an, die Familie wartete nachts vergeblich am Flughafen.

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Seit dem 8. August sucht auch die Polizei nach Oliver Heise. Vier Tage nach dem Verschwinden meldete die Mutter den 23-Jährigen in Stolzenau als vermisst. Doch bis jetzt gibt es nicht wirklich neue Nachrichten. „Wir haben bloß einen Hinweis bekommen und diesen an die spanischen Kollegen weitergeleitet“, sagt Andrea Kempin, Sprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Genauer wird sie aber auch auf Nachfrage nicht. Zeugen können sich weiter unter Telefon (0 57 61) 9 20 60 melden.

Policia National: Ermittlungen sollen „nicht zerstört“ werden

Auf spanischer Seite gibt es dagegen nach wie vor keine Informationen. Nicht einmal ein Zeugenaufruf wurde bislang veröffentlicht. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es aber auf Teneriffa bereits eine erfolglose Suchaktion gegeben haben. Die Policia National in Las Palmas teilt dieser Redaktion lediglich mit, die laufenden Ermittlungen sollen durch weitere Auskünfte „nicht zerstört“ werden. Sobald es Neuigkeiten gebe, würden diese entsprechend mitgeteilt.

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