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Osterode

Ex-Personalratschef soll Geld abgezweigt haben

Vor Gericht muss sich ein früherer Mitarbeiter der Stadt Osterode verantworten.

Vor Gericht muss sich ein früherer Mitarbeiter der Stadt Osterode verantworten.

Osterode. Weil er zahlreiche Kolleginnen und Kollegen um fast 30.000 Euro betrogen haben soll, muss sich ein früherer Mitarbeiter der Stadt Osterode demnächst vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat den 40-Jährigen wegen gewerbsmäßiger Untreue in 36 Fällen angeklagt. Sie wirft dem einstigen Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung vor, zwischen April 2013 und September 2017 zahlreiche Barabhebungen von einem Gemeinschaftskonto vorgenommen zu haben, das eigentlich für Jubiläumsgeschenke und gemeinschaftliche Unternehmungen der Mitarbeiter gedacht war. Außerdem soll er von dem Konto 2500 Euro für einen privaten Pkw-Kauf abgezweigt haben. Insgesamt habe er 28.770 Euro veruntreut.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der damalige Personalratsvorsitzende für die Mitglieder der Gemeinschaftskasse ein Konto geführt, für das allein er verfügungsberechtigt gewesen sei. Darauf seien monatlich die Mitgliedsbeiträge der Bediensteten eingegangen. Insgesamt hätten sich zwischen 250 und 280 Bedienstete an dieser Gemeinschaftskasse beteiligt und monatlich 2,50 Euro auf das Konto eingezahlt. Von diesem Konto sollten Jubiläumsgratifikationen und Verabschiedungen gezahlt werden.

Im März 2013 soll der einstige Personalratschef erstmals einen ungewöhnlich hohen Betrag von 5000 Euro abgehoben haben. In den Folgejahren soll er sich dann immer wieder bei dem Gemeinschaftskonto bedient und Geld für eigene Zwecke verwendet haben. Die mutmaßlich veruntreuten Summen wurden mit der Zeit immer höher. 2015 soll der 40-Jährige insgesamt 3500 Euro abgehoben haben, 2016 waren es bereits mehr als 7500 Euro. 2017 summierten sich die Barabhebungen auf über 10.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen nach einer Strafanzeige des Personalrats eingeleitet. Bei der Überprüfung des Kontos stießen die Ermittler auf 43 Fälle, bei denen keine Belege für Buchungen oder Abhebungen vorlagen. Nach Angaben eines Sprechers hat der 40-Jährige dem Grunde nach eingeräumt, dass er sich für eigene Zwecke von dem Konto bedient habe. Als Grund habe er finanzielle Schwierigkeiten angegeben. Dies kostete ihn den Job. Wie ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde mitteilte, hat die Stadt Osterode das Arbeitsverhältnis zum Jahresende 2017 aufgelöst. Der Prozess soll vor dem Schöffengericht Osterode stattfinden.

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Von Heidi Niemann

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