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HAZ-Interview

Corona-Krise: Altkanzler Schröder plädiert für Euro-Bonds

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Hannover. „Ich finde, Deutschland ist in dieser Frage zu zurückhaltend“, sagte Schröder im HAZ-Interview. Deutschland sei die stärkste und größte Volkswirtschaft der Europäischen Union. „Und wir brauchen die Märkte im Süden der EU, deshalb ist es auch unser Interesse, dass die Länder wieder auf die Beine kommen. Deswegen bin ich für Euro-Bonds, möglicherweise zunächst einmal beschränkt auf die Coronakrise. Niemand kann ein Interesse daran haben, dass etwa Italien oder Spanien an dieser Seuche wirtschaftlich kaputtgehen“, sagte der Altkanzler.

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Zugleich warb Schröder eindringlich dafür, die Handelsbeziehungen mit China jetzt nicht zu belasten – auch wenn es richtig sei, die Produktion von Schutzkleidung oder Medizintechnik wieder nach Deutschland zu holen. In China liege für die deutsche Industrie noch immer der bedeutendste Markt, etwa für die Automobilindustrie. „Auf keinen Fall aber können wir uns in einem Handelskrieg nach amerikanischem Muster hineinziehen lassen, das würde unsere Volkswirtschaft massiv schädigen“, warnte Schröder. Die Diskussion um die Frage, ob die Chinesen auch beim Aufbau wichtiger Infrastrukturprojekte in Deutschland beteiligt werden dürften, habe er nie verstanden“, sagte der Altkanzler. „Wenn ein Land wie Deutschland mit seinen technologischen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, sich selber vor Übergriffen zu schützen, dann weiß ich nicht wohin das noch führen soll. Wir brauchen chinesische Unternehmen für den Aufbau der 5G-Technik – und wenn da Schutz notwendig ist, dann sollten wir in der Lage sein, ihn zu organisieren. Ganz klar: Wenn wir offene Märkte wollen, dann gilt das auch für China. Wer das kritisiert, hat Globalisierung nur bedingt verstanden.“

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Von HAZ

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