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Sperrung bei Holzminden

Im Wesertal drohen weiter Felsabstürze - B83 bleibt gesperrt

Seit Mai 2018 wegen Felsarbeiten gesperrt: Die B83 im Kreis Holzminden.

Seit Mai 2018 wegen Felsarbeiten gesperrt: Die B83 im Kreis Holzminden.

Pegestorf.Auch knapp ein Jahr nach der Sperrung der B83 im Kreis Holzminden ist nicht absehbar, wie lange die Arbeiten dauern werden. „Ich kann derzeit keinen Termin nennen“, sagte der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Markus Brockmann. Die Sicherungsarbeiten an dem 80 Meter hohen Steilhang oberhalb der Straße bei Pegestorf im Wesertal gestalteten sich sehr schwierig. In dem FFH-Gebiet, in dem viele geschützte Pflanzen und Tiere wie der Schmetterling Spanische Flagge leben, müssten die Experten sehr vorsichtig agieren, sagte Brockmann. Die für das Weserbergland wichtige Bundesstraße ist seit Mai vergangenen Jahres abgeriegelt, weil Felsbrocken auf die Fahrbahn zu stürzen drohten.

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Sprengungen an B83 nicht möglich

Viele Bewohner der umliegenden Ortschaften müssen wegen der Sperrung weite Umwege in Kauf nehmen. Die Behörden und Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatten vor Beginn der Arbeiten angekündigt, die Straße so schnell wie möglich zumindest einseitig wieder befahrbar zu machen. Von einigen Monaten Vollsperrung war die Rede.

„Momentan wird in dem Steilhang noch an den Sofortmaßnahmen gearbeitet“, sagte der Chef der Straßenbaubehörde. Dadurch sollen spontane Abstürze von bis zu 250 Kubikmetern großen Felsen verhindert werden. Weil es sich um ein EU-Naturschutzgebiet handelt, müssten die Gesteinsmassen Stückchen für Stückchen entfernt, in Behälter gepackt und mit einem Kran zu Tal geschafft werden, sagte Brockmann. Sprengungen würden „die gesamte geschützte Vegetation zerstören und mit sich in die Tiefe reißen“. Auch Hubschraubereinsätze seien in dem Schutzgebiet nicht zulässig.

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Nach Abschluss des derzeit laufenden Planfeststellungsverfahrens soll der gesamte Hang mit Felsankern, mehreren Tausend Quadratmetern Spezialnetzen und Spritzbeton gesichert werden. Rund zehn Millionen Euro soll das kosten.

Von Matthias Brunnert

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