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Vorsfelde Zwischen Vorsfelde und Badeland: Die Aller darf endlich wieder natürlich fließen
Wolfsburg Vorsfelde Zwischen Vorsfelde und Badeland: Die Aller darf endlich wieder natürlich fließen
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09:00 24.05.2019
Zwischen Rummel und Badeland: Die Aller soll auf drei Kilometern Länge renaturiert werden. Quelle: Roland Hermstein
Vorsfelde

Die Renaturierung der Aller zwischen Badelandbrücke (B 188) und Vorsfelde ist schon lange ein Thema – jetzt wird die Maßnahme verwirklicht: Im kommenden Jahr soll der Fluss wieder einen schlängelnden Verlauf bekommen und natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen werden. Außerdem sollen Beobachtungs- und Lernorte für Besucher eingerichtet werden.

Kürzlich lud der Aller-Ohre-Verband die Stadt Wolfsburg sowie beteiligte Naturschutzverbände und den Heimatverein Vorsfelde zur Entwurfsvorstellung ein. Der Entwurf selbst sei in Workshops der Beteiligten 2013 und 2016 ausgearbeitet worden, erklärte Silke Westphalen, Geschäftsführerin des Aller-Ohre-Verbands. „Ziel der Planung ist die ökologische Verbesserung des Gewässers und die Aller den Menschen wieder näherzubringen“, betonte Claudia Leyers, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wolfsburg. Die Renaturierung der Aller auf einer Länge von rund drei Kilometern koste rund zwei Millionen Euro, erklärte Horst Farny, Leiter des Wolfsburger Umweltamtes. Finanziert werde die Maßnahme größtenteils aus EU-Mitteln.

Strömungslenker, Gewässerschleifen und neue Steilhänge

Das ist konkret geplant: Von der B-188-Brücke in Vorsfelde aus sollen „Strömungslenker“ aus Totholz und Kiesinseln das Wasser zum schlängelnden Fließen bringen. Auf der langen Geraden in Richtung Allersee werden Gewässerschleifen mit Auenbereichen und Inseln angelegt. Wichtig: Dadurch fließe die Aller auch im Sommer bei Niedrigwasser, betonte Westphalen. Die alten (begradigten) Abschnitte der Aller blieben trotz der neuen Schleifen erhalten, „so dass diese bei höheren Wasserständen zum Hochwasserschutz als Abflussbett verbleiben“, so Westphalen.

An neuen Steilhängen sollen Lebensräume etwa für Eisvogel und Wildbienen entstehen. Buhnen (Dämme) sollen in Höhe des Kolumbianischen Pavillons und der Badelandbrücke den Flusslauf einengen und dadurch beschleunigen. Auch Beruhigungszonen sind geplant. „Für die Erlebbarkeit dieses innerstädtischen Naturraumes werden Gewässerbeobachtungspunkte angelegt“, schilderte Silke Westphalen. Auf einer Buhne könne man „wie auf einem Steg“ auf den Fluss gehen. Von Vorsfelde kommend werde ein Beobachtungshügel angelegt, außerdem sollen Infotafeln aufgestellt werden.

In Höhe des VfL Wolfsburg ist ein „grünes Klassenzimmer“ geplant. Nico Briskorn (VfL Wolfsburg) regte zudem an, „die Bürger während der Baumaßnahmen durch Mitmachaktionen wie das Pflanzen von Bäumen mit einzubeziehen“. Wichtig: Laut Claudia Leyers wird es keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes geben. „Die Auenbereiche fördern den Wasserrückhalt“, so Leyers.

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