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Vorsfelde Weniger Busse nachts und am Wochenende: Ortsräte finden WVG-Pläne gut
Wolfsburg Vorsfelde Weniger Busse nachts und am Wochenende: Ortsräte finden WVG-Pläne gut
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23:01 18.09.2019
Neuhaus: Künftig sollen nachts und an Wochenenden deutlich weniger Busse an der Seerosenstraße halten als bisher. Quelle: Carsten Bischof
Neuhaus

Vier Ortsräte, eine Meinung: Der Busverkehr in den Ortsteilen müsse attraktiv und wirtschaftlich bleiben, solle aber durch moderne Angebote wie etwa Anrufbusse ergänzt werden. Mit den Änderungen im neuen WVG-Fahrplan können sich die Politiker größtenteils anfreunden. So das Fazit der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Neuhaus/Reislingen, Barnstorf/Nordsteimke, Hehlingen und Almke/Neindorf am Mittwochabend im Rittersaal der Burg Neuhaus.

Anlass der gemeinsamen Sitzung waren die Fahrplanänderungen der WVG für den Herbst. „Änderungen gibt es nur in der Schwachverkehrszeit“, betonte Stadtwerke-Chef Frank Kästner gleich zu Beginn der Sitzung. „In der Hauptverkehrszeit fahren wir wie bisher.“ Änderungen gebe es lediglich von montags bis freitags nach 20 Uhr, samstags bis 10 Uhr und ab 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. „In diesen Zeiten legen wir Linien zusammen.“

WVG legt Buslinien zusammen

Etwa die Linie 203, die dann als 223 von Vorsfelde über Neuhaus und Reislingen nach Fallersleben und Sülfeld fährt. Oder die 204, die dann als 224 nicht mehr über Neuhaus und Reislingen fährt. Die Linien 215 (dann 225) und 216 (dann 226) fahren weiterhin von Nordsteimke über Barnstorf nach Neindorf – aber in den Randzeiten weniger als bisher. Außerdem will die WVG einen Ferienfahrplan einführen – auch dann seien weniger Busse unterwegs. Kästner begründete die Änderungen mit einer Überlastung seiner Busfahrer und mit nicht vorhandenem Bedarf auf manchen Strecken.

Hans-Georg Bachmann (SPD), Ortsbürgermeister von Barnstorf und Nordsteimke, sah in den Plänen einen Aspekt nicht berücksichtigt: „Auch samstags müssen viele mit dem Bus zur Arbeit und wieder zurück kommen.“ Reiner Jorde (SPD) ergänzte: „Auch in den Ferien sind Leute auf den Bus angewiesen – bitte nicht vergessen.“ Lars Bollwien (CDU) wollte es ganz genau wissen: „Es fahren also künftig in den Randzeiten deutlich weniger Busse durch Neuhaus?“ Kästners eindeutige Antwort: „Ja!“

WVG will bedarfsgerechter fahren

WVG-Chef Timo Kaupert betonte: „Wir wollen künftig bedarfsgerechter fahren.“ So werde beispielsweise der Anrufbus „sehr rege angenommen“. Dieses Angebot wolle man ausweiten – und einfach flexibler fahren. Auf schwach nachgefragten Routen etwa nur, wenn konkreter Bedarf besteht – melden sich Leute, schicke man den Anrufbus los.

Hans-Georg Bachmann forderte, mit diesem „ÖPNV on demand“ ganz schnell zu starten. „Und zwar mit der WVG, ehe private Anbieter einen Fuß in die Tür kriegen.“ Hans-Jürgen Friedrichs ergänzte nachdenklich: Angesichts von Fahrermangel und Umweltbelastung durch unnötige Busfahrten „müssen wir uns über die Alternative Grüne Route noch einmal Gedanken machen...“

Lesen Sie außerdem:Debatte um Busfahrplan: Aus für unrentable Strecken

Von Carsten Bischof

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