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Vorsfelde Wendschott: Hitzige Debatte um Poller in der Wildzähnecke II
Wolfsburg Vorsfelde Wendschott: Hitzige Debatte um Poller in der Wildzähnecke II
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09:00 21.09.2019
Gegen Poller: Neubürger um Merima Zverotic (l.) sammeln Unterschriften für eine zweite Wildzähnecke-Zufahrt. Quelle: Britta Schulze
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Wendschott

Droht Wendschott die Spaltung? Nach der Sitzung des Ortsrates am Donnerstagabend könnte man diesen Eindruck gewinnen, denn: Neubürger aus der Wildzähnecke II fühlen sich ausgegrenzt, Altbürger werfen den Neubürgern vor, sich gar nicht integrieren zu wollen. Stein des Anstoßes waren die geplanten Poller am Rottenföhr/Fillerkamp.

Rund 50 Wendschotter strömten ins Niedersachsenhaus – dabei war der Ortsrat wegen Personalmangels gar nicht beschlussfähig. „Eigentlich wollten wir die Sitzung absagen“, berichtete Ortsbürgermeister Siegfried Leu. Zum Glück tat er es nicht – denn es wurde ein sehr lebendige Sitzung, als die Neubürgerin Merima Zverotic das Wort ergriff: „Wir haben in der Wildzähnecke II über 100 Unterschriften gegen die geplanten Poller gesammelt.“

Neubürger missachten Durchfahrtsverbot

Die sollen künftig verhindern, dass Neubürger von der Wildzähnecke aus über Rottenföhr und Fillerkamp ins Altdorf fahren – was laut Anwohnern aktuell sehr viele Neu-Wendschotter tun, obwohl es verboten ist. Nur Busse und Rettungswagen dürfen diesen Weg nutzen – „doch daran hält sich niemand“, schimpfte ein Anwohner.

So nicht gewollt: Ein Bus blockiert die Straße Wildzähnecke – dabei soll er in der Schleife halten. Quelle: privat

Zverotiv verteidigte die Bewohner des Neubaugebietes: „Busse parken mitten auf der Fahrbahn, die Kreuzung bei Aldi ist sehr gefährlich – dort passieren viele Unfälle. Außerdem ist die Ausfahrt über Fillerkamp viel kürzer.“ Das komme der Umwelt zu Gute. Außerdem fordere man die freie Fahrt nur als Übergangslösung: „Bis das nächste Neubaugebiet kommt. Dann können wir dadurch zur Umgehungsstraße fahren.“ In Sachen Poller seien sie als Neubürger nie gefragt worden – man fühle sich ausgegrenzt.

Ortsrat und Stadt sind für Poller

Eine Anwohnerin des Bergmannskamp hingegen sah das ganz anders: „Hier fahren jeden Tag Raser aus dem Neubaugebiet entlang und gefährden unsere Kinder und Enkelkinder.“ Das müsse endlich aufhören. Auch Ortsbürgermeister Siegfried Leu (CDU) betonte: „Die Poller kommen dorthin. Das haben wir den Anwohnern versprochen. Sie sind schon bestellt. Ausfahrt aus der Wildzähnecke II ist bei Aldi.“ Auch er betonte noch einmal: „Die Ausfahrt über den Fillerkamp ist verboten.“ Die Schilder dort seien eindeutig. Für Stadtplanerin Antje Malig eine gesetzeskonforme Lösung: „Das war von Anfang an so gedacht. Und einen zweiten Rettungsweg für die Feuerwehr gibt es ja.“ Sie bekomme Schlüssel für die Poller: „Das steht einer Integration nicht im Wege.“

Ortsratsmitglied Klaus-Dietrich Kurtz (BGW) versuchte, die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen: „Wir dürfen uns hier nicht gegeneinander ausspielen. Stattdessen müssen wir gemeinsam Lösungen finden.“ Denn: Wendschott sei deutlich größer geworden, die Infrastruktur sei aber nicht mitgewachsen – „das müssen wir gemeinsam ändern.“ Und die Neubürger? „Wir kämpfen weiter für eine Übergangslösung“, kündigte Merima Zverotic an. Man habe nach der Sitzung sogar einige Alt-Wendschotter davon überzeugen können.

Von Carsten Bischof

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