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Vorsfelde Wendschott: Eichenprozessionsspinner befällt jeden zweiten Baum
Wolfsburg Vorsfelde Wendschott: Eichenprozessionsspinner befällt jeden zweiten Baum
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21:08 13.06.2019
Eichenprozessionsspinner: Die Nester in den Bäumen sind deutlich zu sehen. Quelle: Britta Schulze
Wendschott

 Von Südeuropa direkt nach Wendschott: Der Ort hat ein großes Problem mit dem kleinen Eichenprozessionsspinner. „Alle Bürger sollen ihre Augen offen halten“, sagt Jörg Lindmüller von der Feldmarkinteressentschaft Wendschott. „Und Nester sofort der Stadt melden.“

Das Problem ist nicht neu und betrifft ganz Wolfsburg. Aber in Wendschott luden Ortsrat und Feldmarkinteressentschaft zu Bürgerabenden ein. „Das Interesse war leider gering“, sagt Ortsbürgermeister Siegfried Leu (CDU). „Wir haben mit mehr Resonanz gerechnet.“ Denn: Ziel der Veranstaltungen sei es ja gewesen, Strategien zur Bekämpfung der winzigen Plagegeister zu entwickeln.

Hunderte Eichen sind betroffen

Jetzt ist das sprichwörtliche Kind in den Brunnen gefallen: „Hunderte Eichen allein in Wendschott sind betroffen“, berichtet Jörg Lindmüller. „Nahezu jeder zweite Baum.“ Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die vor einigen Jahren aus Südeuropa nach Deutschland gewandert ist. Deren Raupen schlüpfen im Mai, verstecken sich tagsüber in ihren Nestern und wandern abends – wie eine Prozession – vom Nest in die Baumkrone und fressen die Blätter.

Das Problem: Die Raupen verlieren Gifthaare, der Wind wirbelt sie durch die Luft. Was die kleinen Haare anrichten können, hat Björn Hoffmann aus der Jaustheide schmerzhaft erfahren: „Meine Arme waren feuerrot und haben gejuckt.“ Eine typische Reaktion: „Die Gifthaare können bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen“, sagt Ralf Schmidt, Sprecher der Stadt Wolfsburg. „Dazu zählen Hautirritationen mit Juckreiz, Atembeschwerden und Augenreizungen.“

Hilfe gibt’s bei der Stadt

Er empfiehlt, Raupennester sofort der Stadt unter der Behördennummer 115 oder per E-Mail unter servicecenter@stadt.wolfsburg.de zu melden. „Die Beseitigung akuter Gefahrenquellen steht für die Stadt im Vordergrund.“ Bürger sollten diese Bereiche meiden – und auf Hinweisschilder achten. Die Stadt verwendet einen speziellen Sauger, um die Nester zu entfernen.

Schmidt sagt aber auch: „Bei EPS-Befall in der Nähe von Wohngebieten kann es nötig sein, Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Für die Durchführung ist der Grundstückseigentümer verantwortlich.“ Auch er bekomme Tipps von der Stadt Wolfsburg.

Keine kurzen Ärmel

Weitere Tipps der Stadt für die Bürger: In der Nähe von betroffenen Eichen keine kurzen Shirts oder Hosen tragen, Raupennester nicht berühren. Juckt es bereits, hilft viel kaltes Wasser. „In besonders schlimmen Fällen sollten Arzt oder Rettungsdienst gerufen werden. Und Kleidung sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Von Carsten Bischof

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