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Vorsfelde Ortsbürgermeister will Müllsünder mit Videoüberwachung jagen
Wolfsburg Vorsfelde Ortsbürgermeister will Müllsünder mit Videoüberwachung jagen
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00:21 02.03.2019
Alltag: Müllsünder nutzen Containerstellplätze zur illegalen Abfallentsorgung. Quelle: Boris Baschin
Vorsfelde

Jagd auf Müllsünder mit Videokameras: Darüber denkt Vorsfeldes Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) nach. Hintergrund sind „Müllhalden“ zwischen den Altglas- und Altpapiercontainern auf dem Bürgerplatz und am Drömling-Stadion. Doch die Umsetzung dürfte am Datenschutz scheitern.

Im Dunkeln wird Abfall abgeladen

Das Problem der wilden Müllentsorgung ist Lach seit Jahren ein Dorn im Auge: „Sobald es dunkel wird, wird an den Containerstellplätzen Müll abgeladen“, berichtet der Ortsbürgermeister. Nicht nur von Privatleuten, „sondern regelmäßig auch von gewerblichen Entsorgern“. Bei der Wolfsburger Abfallentsorgung und Straßenreinigung (WAS) und in der Politik verdächtigen viele Auswärtige. Denn: Beispielsweise im Landkreis Helmstedt wird Müll nach Gewicht bezahlt – je weniger Müll in der eigenen Tonne landet, desto weniger tief müssen Bürger dort in die Tasche greifen. Also würden viele ihren Müll in Wolfsburg entsorgen.

Bilder dürfen nicht gespeichert werden

„Deshalb sollte man über eine Videoüberwachung an Stellen nachdenken, an denen es diese Probleme gibt“, sagt Lach. Und nennt drei Beispiele: Bürgerplatz Vorsfelde, Drömling-Stadion, Wendschott am Sportplatz. „Im Prinzip“ sei eine Videoüberwachung an diesen öffentlichen Orten möglich, sagt Johannes Pepping, Büroleiter der niedersächsischen Datenschutzbeauftragten Barbara Thiel – „zur Gefahrenabwehr (illegale Müllentsorgung“). Aber: Die Bilder der Kamera dürften nicht gespeichert werden – „eine rechtskonforme Überwachung wäre also nur in Echtzeit möglich.“ WAS-Mitarbeiter müssten die Kamera ständig im Blick haben und Müllsünder auf frischer Tat ertappen. Pepping: „Nicht praktikabel.“

Von Carsten Bischof

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