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Vorsfelde Falsche Dachdecker ergaunern 1600 Euro von Seniorin in Vorsfelde
Wolfsburg Vorsfelde

Vorsfelde: Falsche Dachdecker ergaunern 1600 Euro von Seniorin

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22:33 10.09.2020
Dachdecker bei der Arbeit: Die Polizei rät zu Vorsicht bei Angeboten an der Haustür. Quelle: dpa-tmn
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Vorsfelde

Angebliche Dachdecker haben in Vorsfelde 1600 Euro von einer über 80 Jahre alten Seniorin ergaunert. Die betrügerischen Handwerker gaben vor, das Dach der Hausbesitzerin reparieren zu wollen und verlangten einen Vorschuss, um Baumaterial zu kaufen. Mit dem Bargeld seien die Täter jedoch verschwunden, ohne einen Handschlag getan zu haben, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Nach einer Woche erstattete die Rentnerin bei der Polizei Anzeige

Den Ermittlungen nach fuhr das Duo bereits am 2. September mit einem weißen VW Bulli vor, klingelte an der Haustür und bot Dachreparaturarbeiten an. Nach einer kurzen Dachinspektion mit einer Leiter erklärten die Unbekannten der Frau, dass das Dach unbedingt gemacht werden müsse. Man brauche jedoch eine Vorauszahlung in Höhe von 1600 Euro, um das erforderliche Material zu besorgen. Die Seniorin übergab den Männern das Geld, am nächsten Tag wartete sie aber vergeblich auf die angeblichen Handwerker. Als das Duo sich auch nach einer Woche nicht mehr meldete, erstattete die Rentnerin bei der Polizei Anzeige.

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Polizeiberater Mario Dedolf kennt diese Masche schon lange: Wie in diesem Fall verlangen die angeblich versierten Fachleute stets Bargeld. Das Opfer der Betrüger erhielt weder eine Quittung noch eine Firmenanschrift. Der Kriminalhauptkommissar weiß, dass die Täter in der Regel Handwerkerkleidung tragen. Sie drängen auf die Durchführung der angeblich nicht aufschiebbaren Dachreparaturen und fordern stark überhöhte Preise. Oftmals werden Dedolf zufolge ältere Mitmenschen ausgewählt, wohl in der Hoffnung, dass ihnen die überteuerten Preise nicht auffallen. „Die Senioren werden überrumpelt und sind oft sogar dankbar, wenn ihnen solche arbeitsaufwendigen Arbeiten abgenommen werden, zumal sie sich mit handelsüblichen Preisen für derartige Leistungen nicht auskennen“, so der Präventionsexperte.

Daher rät Dedolf generell zur Vorsicht bei Angeboten an der Haustür. Dies gelte besonders, wenn auf eine Bargeldanzahlung bestanden wird. Es sei wichtig, sich vor Beginn von Arbeiten nach den handelsüblichen Preisen ortsansässiger Anbieter zu erkundigen. Im Zweifelsfalle sollte eine Vertrauensperson wie Kinder, Verwandte oder Nachbarn zu den Verhandlungen hinzugezogen werden.

Von der Redaktion