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Vorsfelde Stürme und Borkenkäfer: Barnstorfer Wald im Krisenmodus!
Wolfsburg Vorsfelde Stürme und Borkenkäfer: Barnstorfer Wald im Krisenmodus!
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00:25 24.06.2019
Niedersächsische Landesforsten, Stadt Wolfsburg und Naturschutzverbände waren gemeinsam im Barnstorfer Wald unterwegs. Quelle: Foto: Niedersächsische Landesforsten
Barnstorf

Experten schlagen Alarm: Baumbestände im Naturschutzgebiet Barnstorfer Wald sind wegen Stürme, Trockenhaut und Borkenkäfer beschädigt. Die Niedersächsischen Landesforsten machten sich jetzt gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wolfsburg und Vertretern der Naturschutzverbände Nabu und Bund vor Ort einen Eindruck über die aktuelle Situation.

Nach dem Sturm entwickelten sich drei Generationen von Borkenkäfer

Forstamtsleiter Andreas Baderschneider vom Forstamt Wolfenbüttel erläuterte die aktuell sehr schwierige Lage der niedersächsischen Wälder rund um die Themen Windwürfe, Trockenheit und Borkenkäfer. Nach Sturm Friederike und der anschließenden Trockenheit im Sommer 2018 konnten die Borkenkäfer drei Generationen entwickeln. „Mit dieser extrem hohen Anzahl an Käfern sind wir zu Beginn des Jahres gestartet. Die frühen warmen Tage haben die Käfer aus der Überwinterung im Boden und unter der Rinde aufwachen lassen und zu einem frühen Ausflug geführt“, so Baderschneider.

Barnstorfer Wald: Wöchentlich werden Fichten und Lärchen kontrolliert

Auch im Naturschutzgebiet Barnstorfer Wald sind die Fichtenbestände stark vom Borkenkäfer betroffen. Bereits die Stürme 2017 haben viele Fichten vorgeschädigt. Der zuständige Revierförster Klaus-Peter Deeken schilderte die Geschehnisse in diesem Waldgebiet. „Seit Mitte 2017 sind wir im Krisenmodus. Ich kontrolliere wöchentlich die Fichten und Lärchen im Barnstorfer Wald und behalte die Borkenkäfersituation im Auge. In Kürze müssen wir erneut mit Forstspezialmaschinen die befallenen Bäume entnehmen.“

Der Barnstorfer Wald: Etliche Bäume mussten bereits gefällt werden. Quelle: Niedersächsische Landesforsten

Neben der aktuellen Lage wurden zahlreiche weitere Themen erörtert. Die nun entstandenen Freiflächen müssen wieder bepflanzt werden. Die Baumartenwahl richtet sich nach den standörtlichen Verhältnissen. Im Naturschutzgebiet Barnstorfer Wald wird künftig auf die Pflanzung der Baumarten Fichte, Lärche und Douglasie verzichtet. Grundlage hierfür ist das Waldbauprogramm der Niedersächsischen Landesforsten.

Anregungen der Naturschutzverbände

Auf Anregung der Naturschutzverbände wurde auch ausführlich über die Möglichkeiten der Steuerung des Wasserhaushaltes des Waldes gesprochen.

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Gespräches waren gezielte Schutzmaßnahmen für die verschiedenen seltenen Arten im Barnstorfer Wald wie Feuersalamander und Wildkatze. Der Naturschutz im Barnstorfer Wald soll im Gleichklang mit der forstwirtschaftlichen Nutzung und der Erholungsnutzung des Waldgebietes entwickelt werden.

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