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Vorsfelde Ehrung: Udo-Willi Kögler ist seit 50 Jahren in der SPD
Wolfsburg Vorsfelde Ehrung: Udo-Willi Kögler ist seit 50 Jahren in der SPD
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00:17 07.05.2019
Seit 50 Jahren in der SPD: Kerstin Struth und Karl Haberstumpf zeichneten Udo-Willi Kögler (Mitte) aus. Quelle: Boris Baschin
Vorsfelde

50 Jahre Mitglied der SPD: Für dieses seltene Jubiläum hat die SPD Vorsfelde jetzt den Vorsfelder Udo-Willi Kögler (76) geehrt. Die beiden Vorsitzenden Kerstin Struth und Karl Haberstumpf überreichten dem verdienten Sozialdemokraten eine – natürlich rote – Urkunde.

„Viele Auseinandersetzungen“ mit „Braunen und Schwarzen“

„Eigentlich bin ich ja bereits seit 51 Jahren SPD-Mitglied“, scherzte Kögler bei der Auszeichnung im Ludwig-Klingemann-Haus. 1968 sei er in die SPD eingetreten, „in sehr unruhigen Zeiten“. Damals habe er in Braunschweig studiert und habe für den sozialdemokratschen Hochschulbund „viele Auseinandersetzungen“ mit „Braunen und Schwarzen“ ausgefochten. „Ich war wortgewaltig und argumentativ stark“, erzählte er schmunzelnd

Viel bewegt in Vorsfelde

Das blieb auch den jungen Wilden der SPD Vorsfelde um Claus Lamek und Alfred Riebe nicht verborgen: „Ein Freund holte mich 1971 nach Vorsfelde zurück, um Vorsfelde umzukrempeln“, berichtete Kögler. „Meine Zwei-Zimmer-Wohnung, gemietet von Kalli Hohls, war ein Treffpunkt für alle politischen Diskussionen.“ Vehement trat er für die Eingemeindung nach Wolfsburg ein, holte als Kommunalpolitiker Ärzte nach Vorsfelde, half bei der Genehmigung des Kyffhäuser-Neubaus und der Planung von Kleingärten am Bruchgartenweg mit. „In der Kommunalpolitik kann man richtig etwas bewegen“, betonte der 76-Jährige. Ende der 1980er Jahre schied er aus Ortsrat und Rat aus.

Nach der Politik machte Kögler Karriere bei VW

Denn dann begann der berufliche Aufstieg bei Volkswagen bis zum Bereichsleiter der FE. Gleichzeitig ist er seit 1971 Mitglied der IG Metall: „Ich bin ein Hybridmodell“, sagte er lachend. „Ich habe immer gesellschaftlich und unternehmerisch gedacht.“ Seit 2006 ist Kögler im Ruhestand – gründete danach die Aktion „Pro Ehrenamt“ bei Volkswagen und ein Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik und ist Mitgründer und Vorstandsmitglied der Wolfsburger Bürgerstiftung.

Haberstumpf und Struth lobten Köglers langjähriges und andauerndes Engagement im Sinne der Gerechtigkeit: „Davon können wir viel lernen“, betonte Ratsfrau Struth. Haberstumpf fügte hinzu: „Menschen wie Udo-Willi Kögler stärken das Wir-Gefühl – auch in Vorsfelde.“

Drei Fragen an Udo-Willi Kögler:

Wie beurteilen Sie den Zustand der SPD?

Beklagenswert. Der SPD gelingt es nicht, ihre hervorragende Arbeit sichtbar zu machen. Wir brauchen Gesichter, denen man vertraut.

Was kommt die SPD wieder in die Erfolgsspur?

Eine erfolgreiche politische Arbeit beginnt vor Ort. Die SPD ist immer dann erfolgreich, wenn sie vor Ort erfolgreich ist. An der Spitze braucht sie Persönlichkeiten, die integrierend wirken, denen man vertraut.

Warum sollten Menschen am 26. Mai zur Europawahl gehen?

Weil Europa ein langfristiges Projekt ist. Ohne ein vereintes Europa würde Volkswagen nicht so gut dastehen – das sollte jedem Wolfsburger klar sein. Europa ist ein Friedensprojekt – es gab lange keinen Krieg in Europa, das ist ein grandioser Erfolg. Nur durch Wählen macht man all das möglich.

Von Carsten Bischof

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