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Vorsfelde Nur für Frauen: Integration durch Radfahren
Wolfsburg Vorsfelde Nur für Frauen: Integration durch Radfahren
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14:27 27.10.2019
Ein Stück Freiheit: 17 Frauen können nun sicher Fahrrad fahren. In einigen ihrer Herkunftsländer wäre das für sie verboten gewesen. Quelle: Tim Schulze
Vorsfelde

Der Stolz war den Frauen anzusehen, wenn auch der Gesichtsausdruck manchmal kurzzeitig etwas Panisches hatte. Auf dem Innenhof des Schulzentrums Vorsfelde haben 17 Frauen mit Migrationshintergrund auf Fahrrädern einen Geschicklichkeitsparcours befahren und am Ende dafür eine Urkunde bekommen.

Unterstützerkreis hat zehn Wochenenden lang unterrichtet

Willy Apwisch vom Unterstützerkreis Vorsfelde/Reislingen strahlte vor Freude. „Das sieht doch schon wirklich gut aus“, lobte er. Über zehn Wochenenden hatte der Unterstützerkreis mit den Frauen geübt. Jetzt bewältigten sie den Parcours, der so einige kniffelige Stellen beinhaltete, mit viel Souveränität. Dafür gab es dann am Ende der Stunde die Urkunde zum bestandenen Kursus und ein Präsent vom Stadtsportbund.

Der hatte für das Projekt in Vorsfelde die Mittel beantragt und an den Unterstützerkreis gegeben. „Wir haben das Organisatorische gemacht, der Unterstützerkreis hat sich um die Umsetzung gekümmert“, erklärte Anna Wittrin vom Stadtsportbund, die zur Übergabe der Umhängebeutel mit den Geschenken zum letzten Fahrtraining gekommen war. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Projekt „Radfahren vereint“, mit dem der Landessportbund solche Kurse auf lokaler Ebene unterstützt.

Teil des Bundesprogramms „Integration durch Sport“

„Radfahren vereint“ des Landessportbunds gehört zu den vielen Maßnahmen und Projekten des Bundesprogramms „Integration durch Sport“, das vom Deutschen Olympischen Sportbund getragen und vom Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird.

Für die Frauen in Vorsfelde, die aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Äthiopien, Tunesien, Nigeria, Zimbabwe, Kamerun, Südkorea, Kosovo, dem Irak und den Philippinen kommen, war das Projekt ein ganz großer Schritt. „Manche hatten vorher noch nie ein Fahrrad gesehen“, betonte Willy Apwisch. In manchen Ländern sei das Radfahren für Frauen sogar verboten.

Die Nachfrage war auch im zweiten Kurs riesig

Groß zur Teilnahme überzeugen musste man die Frauen nicht. „Wir haben im vergangenen Jahr schon einen Kursus mit zehn Frauen gemacht“, erzählte Apwisch. „Als wir dann gesagt haben, dass wir wieder einen Fahradkursus machen, war der Zulauf sehr groß.“ Es kamen sogar während der Wochen noch einige Frauen dazu, so dass am Ende mehr als 25 Frauen zumindest streckenweise teilnahmen.

Phönix-Gymnasium unterstützte den Kursus

Unterstützt wurde das Projekt vom ansässigen Phoenix-Gymnasium. Dadurch konnten der blickgeschützte Innenhof des Schulzentrums und einige der Fahrräder des Gymnasiums genutzt werden. „Das ist eine große Unterstützung für die Frauen“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Frauke Seeger die Beteiligung der Schule.

Besonders freute sie sich über das große Engagement einer ihrer Schülerinnen. Larissa König aus dem zwölften Jahrgang ist Mitglied in der AG „Schule ohne Rassismus“. Zusätzlich setzte sie sich in ihrer Freizeit im Fahrrad-Projekt ein. „Sie hat ein sehr großes Engagement gezeigt und ist ganz toll auf die Frauen eingegangen“, betonte Willy Apwisch.

Von Robert Stockamp

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