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Vorsfelde Nicht nur an Weihnachten: Der Propst hilft Bedürftigen in der Not
Wolfsburg Vorsfelde Nicht nur an Weihnachten: Der Propst hilft Bedürftigen in der Not
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18:32 25.12.2019
Auch eine Spende: Propst Ulrich Lincoln verteilt Weihnachtsbäume an Bedürftige. Quelle: Roland Hermstein
Vorsfelde

Vielleicht liegt es an der besinnlichen Atmosphäre: In der Vorweihnachtszeit bekommt die Propstei Vorsfelde besonders viele Spenden. Geld, das Propst Ulrich Lincoln natürlich nicht behält, sondern weiterreicht. An bedürftige Mitmenschen. Denn davon, so der Propst, gebe es viel mehr als man rund um das reiche Wolfsburg vermuten würde.

Mehr Spenden vor Weihnachten

Die Lions, die Landfrauen, warmherzige Privat- und Geschäftsleute – sie alle wollen in der Weihnachtszeit etwas Gutes tun und Menschen etwas schenken, denen es weniger gut geht. „Vor Weihnachten bekommen wir als Kirche mehr Spenden als im Rest des Jahres“, berichtet Lincoln. Weil er das weiß, bereitet er sich darauf vor: „Wir als Propstei fragen unsere Pfarrer, ob sie vor Ort Leute kennen, die auf Spenden angewiesen sind. Unsere Pfarrer sind gut vernetzt, vor allem im ländlichen Raum.“ Sie wüssten genau, wo Spenden am dringendsten gebraucht werden.

Weihnachtsbäume und Waschmaschinen

So gibt es etwa Bedürftige, die sich keinen Weihnachtsbaum leisten können – „da helfen wir“, betont der Propst. Vor einigen Tagen habe er Tannen gespendet bekommen – und gleich weitergeleitet. Auch beim Kauf von Weihnachtsgeschenken könne die Kirche helfen. Oft helfe man Bedürftigen aber auch bei Alltagsproblemen: „Wenn die Waschmaschine kaputt ist, das Auto repariert werden muss oder die Heizung neues Öl braucht. Wir als Kirche sind dann natürlich bereit zu helfen.“

Oft reicht die Rente nicht

Ein Trend beunruhigt Propst Ulrich Lincoln dabei besonders: „Immer mehr Rentner können von ihrer Rente nicht leben.“ Aber bei ihnen sei die Scham, sich hilfesuchend an jemanden zu wenden, besonders groß. „Deswegen ist ein Vertrauensverhältnis so wichtig“, betont Lincoln. Spenden müssten anonym bleiben, um niemanden bloßzustellen. Und noch etwas sei ihm ganz wichtig: „Wenn ich zu bedürftigen Familien gehe, trete ich nicht als Spender auf. Die Geldübergabe darf nicht schamvoll sein.“ Man begegne sich immer auf Augenhöhe.

Kirchenmitgliedschaft ist unwichtig

Dabei muss der Spendenempfänger kein Kirchenmitglied sein. Danach frage niemand, betont der Propst. Rentner, Flüchtlinge, Alleinerziehende – wichtig sei nur, Menschen zu helfen, die in Not geraten sind. „Und das“, so der Propst, „nicht nur in der Weihnachtszeit. Sondern immer.“

Von Carsten Bischof

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