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Vorsfelde Neubaugebiet am Fuhrenkamp: Ortsrat vertagt seine Entscheidung
Wolfsburg Vorsfelde Neubaugebiet am Fuhrenkamp: Ortsrat vertagt seine Entscheidung
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22:09 12.11.2019
Ortsrat: Antje Malig stellte die Neubaupläne für den Fuhrenkamp vor. Quelle: Carsten Bischof
Vorsfelde

Damit hatte niemand gerechnet: Dutzende Interessierte strömten am Dienstagabend ins Vorsfelder Schützenhaus, um die Sitzung des Vorsfelder Ortsrates live zu verfolgen. Grund: Die Stadt stellte die ersten Bebauungspläne ein Neubaugebiet am Fuhrenkamp zwischen Vorfelde und Nordstadt vor. Eine Entscheidung trafen die Politiker noch nicht – die vertagten sie auf die nächste Sitzung.

Schon in der Einwohnerfragestunde meldeten sich die ersten Bürger zu Wort: Warum will man noch eine Grünfläche zubauen? Bleibt das Feriengebiet? Oder werden die Flächen plattgemacht? Antje Malig und Silke Lässig, beides Bauplanerinnen der Stadt Wolfsburg, versuchten, Planung und Verfahren sachlich zu erklären: Auf einer Fläche von insgesamt 72 Hektar zwischen Fuhrenkamp, Westumgehung und L291 könnten – wenn es gewollt ist – bis zu 650 Wohneinheiten entstehen. Die Stadt will in einem Schritt 200 Wohneinheiten erschließen. „Überwiegend Einfamilien- und Doppelhäuser sowie untergeordnet Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser“, heißt es in der Vorlage.

„Altlastenfläche“ wird nicht bebaut

In einem zweiten Schritt – „wann auch immer“ (Malig) – könnten weitere 400 bis 450 Wohneinheiten erschlossen und angeboten werden. Es gebe eine so genannte „Altlastenfläche“ am rande des Gebietes – die werde nicht bebaut. Für all dies, so Lässig, müsse man den jetzigen Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan erstellen.

Und: Die jetzigen Wege im Wochenendhausgebiet müssten an einigen Stellen verbreitert werden, damit Rettungsfahrzeuge im Notfall durchfahren können – das könnte im Umlegeverfahren geschehen: Die Stadt könnte einige Grundstücke neu zuschneiden: „Viele Eigentümer müssen 50 Zentimeter oder einen Meter ihres Grundstücks für breitere Wege abgeben“, betonte Silke Lässig. Sie stellte aber auch klar: „Ein Umlegeverfahren gibt es nur, wenn sich die Stadt mit den Eigentümern nicht einigen kann.“

Konkrete Planung bis 2021

Eine konkrete Planung wolle an bis 2021 vorlegen. Die SPD-Fraktionssprecherin Kerstin Struth „begrüßte“ das Vorhaben, beantragte aber die „erste Lesung“ – die Vertagung einer Entscheidung auf die nächste Sitzung: „Wir haben noch zu viele Fragen, die wir geklärt haben wollen“, betonte sie. Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) stimmte zu: „Wir müssen mit der Stadt und den Eigentümern noch Gespräche führen.Dieses Thema verfolgt uns seit Jahrzehnten, da kommt es auf zwei oder drei Wochen auch nicht mehr darauf an.“

Die PUG sah das anders – am Ende wurde die Entscheidung mit 12:5 Stimmen auf die nächste Sitzung vertagt.

Von Carsten Bischof

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