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Vorsfelde Deshalb gibt es schon wieder Ärger um Schülertickets
Wolfsburg Vorsfelde Deshalb gibt es schon wieder Ärger um Schülertickets
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17:00 14.08.2019
„Irrsinn“: Daniel Urls Tochter nutzt dieselbe Bushaltestelle wie ihre Mitschüler – soll für die gleiche Strecke aber zahlen. Quelle: Roland Hermstein
Vorsfelde

Der Vorsfelder Daniel Url ist „stinksauer“: Seine Tochter kommt in die fünfte Klasse an der Gesamtschule Vorsfelde und muss ab sofort jeden Monat ein Busticket für 50 Euro kaufen. Der Clou: Mitschüler seiner Tochter, die keine 200 Meter Luftlinie entfernt wohnen, dürfen kostenlos fahren.

Wer weniger als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnt, muss zahlen

Grund dafür ist folgende Berechnung: Wenn zwischen der Haustür und der Schultür mehr als zwei Kilometer liegen, gibt es ein kostenloses Monatsticket für Schüler. Wer näher dran wohnt, muss zahlen. Für Familie Url liegt die Schule theoretisch 1,8 Kilometer entfernt.

Das sei aber „Irrsinn“, findet Daniel Url. Für die Berechnung wird die kürzeste mögliche Strecke zugrundegelegt. Doch die Vorsfelder Gesamtschule ist ein großer Komplex – Urls Tochter müsste mit dem Bus bis zur Endhaltestelle fahren, um zum richtigen Eingang zu gelangen, die Busfahrt wäre dann deutlich über zwei Kilometer lang.

„Es geht mir nicht darum, alles umsonst zu bekommen“

„Die Stadt Wolfsburg sollte familienfreundlicher agieren“, findet Url. „Es geht mir nicht darum, alles umsonst zu bekommen. Aber in Hannover und Braunschweig zum Beispiel gibt es das Schülerticket für 15 Euro. Und es gibt ja auch noch sozial schwächere Familien als uns.“

Versprochene Vergünstigungen lassen auf sich warten

Für den öffentlichen Nahverkehr und auch die Preise ist der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) zuständig, zu dem auch Wolfsburg gehört. Dieser hatte schon Ende 2018 versprochen, sich um ein einheitliches kostengünstigeres Ticket für die gesamte Region zu kümmern – bis zum Schuljahr 2019/2020 oder spätestens 2020/2021. Doch das Ticket lässt weiter auf sich warten, der RGB legt sich nicht fest, und viele Wolfsburger Eltern werden langsam ungehalten.

Auf den Straßen sei auch ohne Elterntaxis genug los

Url will sich jetzt nochmal an die Stadt Wolfsburg wenden, und hofft, dass sich noch weitere Eltern finden, die seinem Anliegen Nachdruck verleihen und vielleicht ein Einsehen bei der Stadt bewirken. „Gern können wir natürlich auch Schülertaxi spielen, da der Wolfsburger Autoverkehr ja noch nicht vollgestopft genug ist“, höhnt der Vorsfelder.

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Von Frederike Müller

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