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Vorsfelde Das lernen die Welpen bei den „Hundefreunden Wolfsburg“
Wolfsburg Vorsfelde Das lernen die Welpen bei den „Hundefreunden Wolfsburg“
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11:34 23.09.2019
Sport als wichtiger Baustein: In Vorsfelde lernen die Hunde spielerisch, durch einen Hindernis-Parcours zu laufen. Quelle: Britta Schulze
Vorsfelde

Der Yorkshire-Terrier Chico bellt ohne Unterlass, der Bearded Collie Elli rennt vor lauter Liebe alle um und Neupfundländer Lotte läuft fröhlich von A nach B und guckt, ob auch überall alles in Ordnung ist. Auf einer Trainingswiese am Stadtrand Vorsfeldes purzeln im Welpenkursus der „Hundefreunde Wolfsburg“ acht junge Hunde übereinander her – und WAZ-Redaktionshund Lino beäugt den Trubel aus sicherer Entfernung. Schnell wird klar: Jede Hundeschule hat ihre eigenen Grundsätze und Methoden.

Info: Redaktionshund Lino

Der neue Kollege ist schon jetzt der beliebteste: Die WAZ hat seit August einen jungen Bürohund namens Lino. Eigentlich gehört der schwarze Pudel-Elo-Mix der Redakteurin Frederike Müller – doch er begleitet sie jeden Tag in die Redaktion und hat sich im Handumdrehen beim ganzen Team lieb Kind, nein: lieb Hund gemacht. Wie lautet doch ein Sprichwort? Es braucht eine ganze Redaktion, um einen Hund großzuziehen.

Huch! Frauchen wollte eigentlich nur Lino (schwarz gelockt) in Schutz nehmen – doch auch andere Hunde nehmen das Angebot spontan an. Quelle: Britta Schulze

Die Trainer des Vereins der „Hundefreunde“ zum Beispiel setzen auf eine offene Spiel- und Tobe-Runde zu Beginn jedes Treffens. „Wir wollen, dass die Hunde sozialisiert werden, das ist das Wichtigste“, erklärt Trainerin Silke Wiszinski. WAZ-Hund Lino ist das nicht gewohnt. Er ist nur zu Besuch für eine Stunde da. Und in seiner ,eigenen’ Hundeschule spielen die vierbeinigen Klassenkameraden höchstens zu zweit und unter genauer Beobachtung aller Teilnehmer. So kommt es, dass ihm das Gruppenspielen zu viel wird: Mit eingeklemmtem Schwanz flüchtet er zu Frauchen und staubt zur Beruhigung ein paar Leckerlis ab.

Schreck-Abhärtung, Hindernis-Parcours und gaaanz viel Spielerei: Der Hundesportverein setzt auf gute Sozialisation und ein Sportprogramm zum Fit-Bleiben.

Der zweite Teil der Stunde heißt Mobilitätstraining. „Die Hunde wissen noch nicht, dass sie hinten auch zwei Beine haben und was sie damit machen können“, erklärt Wiszinski. ,Denkste!’, scheint Lino sich zu sagen. Und schon läuft er geschmeidig über am Boden liegende Stangen und eine liegende Leiter. Auf einem wackligen Kissen setzt er sich hin, als kenne er gar keinen besseren Platz – und sogar durch die Raschelröhre traut sich der Hundeheld. Schade, dass es das in der eigenen Welpenschule nicht auch gibt!

Fast wäre der Kursus geplatzt

Dabei haben auch die Hunde im Vorsfelder Verein Glück, dass sie die Hindernisspiele hier genießen können, denn fast wäre der Kursus nicht zustande gekommen. Viele der Trainer seien an den Wochenenden schon mit ihren eigenen Hunden auf Turnieren unterwegs, erklärt die Trainerin. So auch sie selbst. Doch da ihre Hunde zu alt für Turniere wurden, fand sich doch wieder Zeit zum Unterrichten. Zweimal im Jahr startet eine Welpengruppe mit zwölf Unterrichtseinheiten.

Schirm und laute Geräusche sollen abhärten

Zum Training gehört auch ein bisschen Abhärtung: Hunde und Halter stehen im Kreis und die Trainer gehen umher, lassen Regenschirme aufspringen oder scheppern mit metallgefüllten Eimern. Mit ein bisschen Leckerli-Bestechung sitzen sogar die nervöseren Kandidaten schon bald ganz ruhig und achten gar nicht mehr auf das Ablenkungsprogramm. Lino und Frauchen haben sich etwas abseits hingesetzt, um ihn nicht zu überfordern. Das wäre aber kaum nötig gewesen: Dank einer erlernten Ruhe-Übung zeigt sich Lino hier tiefenentspannt. Was kein fremder Hund ist, bringt ihn auch nicht aus der Ruhe.

Verschiedene Methoden, ein gemeinsames Ziel

Schon im Vergleich von zwei Hundeschulen zeigt sich: Die Methoden unterscheiden sich extrem. Eine Gruppe trainiert auf dem Hundeplatz, andere treffen sich jede Woche an anderen Orten, eine bietet ein Sportprogramm, die andere baut erstmal nur auf der Hund-Mensch-Beziehung auf. Doch haben sie alle ein Ziel: Dass die Hunde entspannt und sicher mit Menschen und anderen Hunden zusammenleben können.

Der beste Tipp der Trainerin

Und wenn die Trainer der „Hundefreunde“ dafür genau einen Tipp geben dürften? „Lernt, eure Hunde zu lesen“, sagt Trainerin Wiszinski sofort. Und heute gibt es keine Entschuldigung mehr, sich nicht mit der Körpersprache der Hunde zu beschäftigen: Youtube sei da eine super Hilfe, rät Wiszinski.

Von Frederike Müller

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