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Vorsfelde Hehlinger Landwirt: „Die Stimmung auf der Demo in Berlin war gereizt“
Wolfsburg Vorsfelde Hehlinger Landwirt: „Die Stimmung auf der Demo in Berlin war gereizt“
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19:50 27.11.2019
Zu Tausenden unterwegs: Auf der Demo der Landwirte in Berlin protestierten die Teilnehmer gegen das Agrarpaket der Bundesregierung. Quelle: dpa
Hehlingen

Landwirt Michael Germer (47) aus Hehlingen ist von seiner Fahrt zur Demo nach Berlin zurück. 200 Kilometer hat er mit seinem Traktor in neun Stunden zurück gelegt, von Hehlingen aus zum Treffpunkt in Oebisfelde und weiter in die Hauptstadt. Unter dem Motto „Land schafft Verbindungen“ ist er in der Nacht zum Dienstag gemeinsam mit Kollegen nach Berlin gefahren. Für ihn und die anderen Landwirte war es eine wichtige Kundgebung: Sie protestierten gegen das Agrarpaket der Bundesregierung. „Ich denke, es waren etwa 15.000 Trecker bei der Demonstration dabei“, sagt Germer. Schätzungen gingen anfangs von 5000 Treckern, dann von 8000 Traktoren aus.

Protestler erfahren in Berlin Unterstützung der Bevölkerung

Von den Ereignissen in Berlin ist der 47-Jährige beeindruckt. Schon die Hinfahrt sei sehr emotional gewesen: „Mit sowas habe ich nicht gerechnet. Schon früh morgens um 5 Uhr begrüßten uns Menschen an der Straße. Sie hielten die Daumen hoch und winkten uns zu. Das war eine tolle Unterstützung“, berichtet der Hehlinger.

So sah die Demo in Berlin aus – ein Video:

Berlin sei unter den Trecker-Massen kollabiert

Die letzten Kilometer konnten die Fahrer nur noch im „Stop-and-Go“ zurücklegen. Mehrfach wurden sie von der Polizei umgeleitet. Angekommen in der Hauptstadt mussten die Landwirte noch etwa eine Stunde zu Fuß bis zum Brandenburger Tor laufen. „Wir standen circa fünf Kilometer entfernt. Die Stadt war voll geparkter Traktoren. Die Innenstadt kollabierte unter den Trecker-Massen“, so der Landwirt.

Landwirte fühlen sich von der Politik unverstanden

„Die Stimmung auf der Demonstration war gereizt“, sagt Germer: Die Landwirte fühlen sich unverstanden. Und mehr noch: sie sehen in dem Agrarpaket der Bundesregierung ihre Existenz gefährdet. „Und die Politiker reichen den Ball einfach weiter“, sagt Germer. Damit meint er die Worte von FDP-Bundesvorsitzenden Christian Linder. „Bei den Protesten sprach er davon geredet habe, dass die Großparteien in den letzten zehn Jahren vieles verbockt hätten“, so der Landwirt. Mit einem stillen Protest hätten die Landwirte auf die Ansprache von Umweltministerin Svenja Schulze reagiert. „Doch im zweiten Teil ihrer Rede wurde sie ausgebuht. Sie ist fachlich einfach fehl am Platz“, betont Germer. Der Nitratgehalt im Grundwasser käme, anders als es die Umweltministerin dargestellt habe, nicht nur von den Landwirten. Schuld daran habe auch die Industrie.

In Zukunft geht es weiter auf die Straße

Auch in Zukunft möchte Germer auf die Situation der Landwirte aufmerksam machen. „Es köchelt noch“, sagt Germer. Im Moment seien die Landwirte die Leidtragenden der Nation. Er werde auf jeden Fall bei kommenden Aktionen mit dabei sein.

Von Nina Schacht

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