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Vorsfelde Haltern und Kaufmann bleibt Familienunternehmen
Wolfsburg Vorsfelde Haltern und Kaufmann bleibt Familienunternehmen
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00:18 30.12.2018
Familienunternehmen: Sven Bartölke ist Geschäftsführer von Haltern und Kaufmann..
Familienunternehmen: Sven Bartölke ist Geschäftsführer von Haltern und Kaufmann.. Quelle: Boris Baschin
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Vorsfelde

Größer ist nicht immer besser: Das Vorsfelder Garten-, Landschafts- und Sportplatzbauunternehmen Haltern und Kaufmann (Sudammsbreite) hat sich jetzt bewusst gegen ein rein quantitatives und für ein qualitatives Wachstum entschieden. „Wir wollen ein reines Familienunternehmen bleiben“, sagt Geschäftsführer Sven Bartölke – mit Stammsitz in der Eberstadt.

Die Wurzeln der Firma reichen bis 1962 zurück: Damals gründete Ingo Haltern das Unternehmen, kurz danach trat Eberhard Kaufmann als Gesellschafter ein. Heute beschäftigt Haltern und Kaufmann 265 Mitarbeiter und ist in ganz Deutschland tätig. „Überwiegend aber in Norddeutschland“, betont Sven Bartölke. Einem Mitgesellschafter reichte das nicht aus, er wollte die Firma weiter (international) wachsen lassen – es kam zum Umbruch: Der Gesellschafter zog sich aus dem Unternehmen zurück, einige Mitarbeiter folgten ihm, es kam zu Gerüchten: Haltern und Kaufmann würde Standorte schließen oder sich aus Tätigkeitsfeldern zurückziehen.

Michaela Bartölke ist Prokuristin

„Alles Quatsch“, stellt Sven Bartölke schmunzelnd klar. Er und Ehefrau Michaela Bartölke sind nun die alleinigen Gesellschafter, er ist Geschäftsführer, sie Prokuristin und als Landschafts- und Gartenarchitektin einer der kreativen Köpfe im Unternehmen.

Die jetzige Mitarbeiterzahl an drei Standorten (Vorsfelde, Braunschweig und Meitzendorf bei Magdeburg) sei ideal, so Bartölke: „Schließlich möchte ich jeden Mitarbeiter persönlich kennen. Das ist ab einer bestimmten Größe gar nicht mehr möglich.“ Nicht nur das ist ihm wichtig: „Wir haben aus vielen befristeten jetzt unbefristete Arbeitsverträge gemacht und werden weiterhin mindestens nach Tarif zahlen“, um guten Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten. Auch um den Nachwuchs kümmert sich Haltern und Kaufmann: „Aktuell haben wir 24 Auszubildende.“ Oft nehmen Azubis an Bundeswettbewerben teil – „sie schneiden richtig gut ab“, sagt Bartölke stolz.

1300 Euro für S.T.A.R.K.-Projekt

Ein Highlight zum Jahresende 2018 war die seit langem erste gemeinsame Weihnachtsfeier aller Mitarbeiter aus den drei Standorten. „Es ist bei uns Tradition“, so Bartölke, „dass gemeinsam gespendet wird“. Am Ende sind 1300 Euro zusammengekommen, die dem S.T.A.R.K.-Projekt der Antonius Holling-Stiftung zur Verfügung gestellt werden und damit insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit zu Gute kommen. Stolz ist er auch darauf, dass Fußball-Bundesligisten ihm ihren Stadionrasen anvertrauen: Schalke 04, RB Leipzig, Hannover 96, SC Freiburg. Hinzu kommen öffentliche und private Flächen. Sein Ziel: „Wir wollen unsere Kunden ganzheitlich betreuen – vom planen bis bauen und pflegen.“ Dafür muss ein Familienunternehmen mit 265 Mitarbeitern nicht zwingend größer werden.

Von Carsten Bischof

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