Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Vorsfelde Gemälde vom Grafen für die neue Ausstellung
Wolfsburg Vorsfelde Gemälde vom Grafen für die neue Ausstellung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 25.01.2019
Ein Dodo-Gemälde für die Sammlungsausstellung: ( v.l.) Günther Graf von der Schulenburg, Dr. Susanne Pfleger und Michael Müller
Ein Dodo-Gemälde für die Sammlungsausstellung: ( v.l.) Günther Graf von der Schulenburg, Dr. Susanne Pfleger und Michael Müller Quelle: Sylvia Telge
Anzeige
Nordsteimke

Die Städtische Galerie präsentiert ihre Sammlung im Schloss alle zwei Jahre neu. Diese spannende, aber auch aufwändige Aufgabe übernimmt diesmal der Berliner Künstler Michael Müller. Der Titel für die Schau im Westflügel ist irre lang und so facettenreich wie die Schau selbst: „Deine Kunst: Die Krise der Städtischen Galerie Wolfsburg: Lösung oder Auflösung/Der Liquidator“. Das Besondere: Müller kombiniert Stücke aus der Sammlung mit Arbeiten, die nicht aus dem Galerie-Fundus stammen. Ein Gemälde kommt von Günther Graf von der Schulenburg, das sich Müller am Freitag auf dem Nordsteimker Gut abholte – ab Freitag, 8. Februar, um 18 Uhr ist es im Schloss zu sehen.

Ein Dodo in Öl von 1690

Das großformatige Ölgemälde zeigt einen Dodo – einen Vogel, der nicht fliegen kann und gegen 1690 ausstarb. Michael Müller und Susanne Pfleger, Leiterin der Städtischen Galerie, sahen das Bild im Salon des gräflichen Guts und sofort stand für beide fest: „Das ist es.“ Müller wollte unbedingt ein Jagdmotiv haben. Heutzutage lassen Jäger ihre erlegten Tiere gern präparieren, früher nicht. „Die Menschen ließen die Tiere malen“, so Günther Graf von der Schulenburg.

Früher hing das Dodo-Gemälde, das 1629 von Roland Ludery gemalt wurde, im Wolfsburger Schloss – also dem Ort, an dem die Grafenfamilie ihren Sitz hatte und lange lebte. Der verstorbene Vater von Günther Graf von der Schulenburg hat dort noch gewohnt. Vom ihm sind Handschuhe in der Ausstellung zu sehen. „Er hat sie beim Kutsche fahren getragen“, sagt Sohn Günther, der selbst großer Kunstkenner und -sammler ist. Die Handschuhe werden mit Kunstwerken präsentiert, die sich um das Thema Hände drehen.

Müller beleuchtet verschiedene Themen in der Ausstellung: Original, Kopie, Urheberschaft, es gibt figurative, aber auch abstrakte Objekte –und es gibt Werke, die schon lange nicht öffentlich zu sehen waren. Zwei Jahre ist die Schau zu sehen, in dieser Zeit verändert sie sich mehrmals.

Von Sylvia Telge