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Vorsfelde Fahrplan: Neuhäuser sind sauer auf die WVG
Wolfsburg Vorsfelde Fahrplan: Neuhäuser sind sauer auf die WVG
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19:00 06.08.2019
Gesprächsthema unter Nachbarn: Neuhäuser kritisieren den WVG-Fahrplan. Quelle: Carsten Bischof
Neuhaus

In Neuhaus wächst die Wut auf die WVG: Anwohner der Seerosenstraße beschweren sich über wartende Busse vor ihrer Haustür, unnötige Leerfahrten und einen aus ihrer Sicht unsinnigen Fahrplan. Die WVG hingegen verteidigt ihre Linienführung.

Darum geht es: Angelika und Hans-Joachim Peckruhn wohnen direkt an der Haltestelle Seerosenstraße. „Hier ist jetzt Starthaltestelle der Linie 204“, sagt Hans-Joachim Peckruhn. „Der Busverkehr hat immens zugenommen.“ Seine Frau Angelika ergänzt: „Und das von 5.10 bis 1 Uhr nachts.“ Was Peckruhns am meisten ärgert, ist die Linienführung: „Wenn nach 20 Minuten Standzeit der Bus in Richtung Mörse abgefahren ist, folgt fünf Minuten später der nächste. Fährt dieselbe Strecke – leer! – durch Neuhaus und stellt sich wieder an die Haltestelle, von der er gerade hergekommen ist. Nach 20 Minuten fährt er wieder ab. Wer denkt sich so etwas aus?“

Ärger beginnt in Reislingen

Die Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG). Deren Sprecherin Petra Buerke erklärt den Fahrplan: In Reislingen habe die WVG zwei provisorische Haltestellen zur Anbindung des Neubaugebietes Wiesengarten eingerichtet – Käthe-Paulus-Straße und Zum Wiesengarten. Daher habe sich die Fahrzeit der Linie 204 erhöht.

Hinzu kommt: „Vor dem letzten Fahrplanwechsel im April diesen Jahres ist die Linie 204 in Neuhaus angekommen und hat die Fahrgäste aus der Stadt abgesetzt und gleichzeitig die nächsten Fahrgäste in Richtung Stadtmitte mitgenommen“, sagt Petra Buerke. Bei einem 30-Minuten-Takt waren es zwei Busse pro Stunde. Jetzt hingegen würden die Fahrgäste aus der Innenstadt aussteigen – an Seerosenstraße, Thingplatz, Seeteich, Raumeholz, Alexanderberg, Burg. „Im Anschluss hat der Fahrer 20 Minuten Pause. Danach fährt der Bus durch Neuhaus, um die Fahrgäste wieder in die Innenstadt zu bringen“, erklärt Buerke. Jetzt würden vier statt zwei Busse pro Stunde durch Neuhaus fahren.

Umstiegsmöglichkeiten und Takt erhalten

Durch den geänderten Umstieg an der Haltestelle Reislingen/Hauptstraße von und zur Linie 203 sei es nicht anders möglich. „Zusätzlich muss der Takt am ZOB auch gleich bleiben, da sonst die Umstiegsmöglichkeiten nicht mehr gegeben sind“, betont Buerke. Genau das hatte WVG-Chef Timo Kaupert erst kürzlich dem Ortsrat Neuhaus/Reislingen erklärt. Denn: Auch die Politiker hatten den WVG-Fahrplan wegen zu vieler Haltestellen und zu vieler Leerfahrten kritisiert (WAZ berichtete).

Günter Sager, der frühere Umweltschutzbeauftragte von Volkswagen und Chef des SSV Neuhaus, schüttelt den Kopf: „Stehende und leere Busse –in der jetzigen Form ist das Mobilität von vor hundert Jahren.“ Sein Vorschlag: Die WVG solle lieber einen modernen, sauberen Fahrdienst wie Moia (VW-Elektro-Shuttle) nutzen. Das schone auch die von den jetzigen Gelenkbussen ramponierten Straßen.

Von Carsten Bischof

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