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Vorsfelde Bootsunglück auf dem Kanal: Retter proben Ernstfall
Wolfsburg Vorsfelde Bootsunglück auf dem Kanal: Retter proben Ernstfall
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18:00 28.10.2018
Übungsteil: Die Puppe stellte ein vierjähriges Kind dar, das bei dem Unfall in den Kanal fiel und reanimiert werden musste. Quelle: Boris Baschin
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Vorsfelde

Damit im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist, haben 40 DLRG-Mitglieder sowie die Freiwillige Feuerwehr Vorsfelde und das Technische Hilfswerk Wolfsburg am Samstagabend auf dem Mittellandkanal in Vorsfelde eine Katastrophenschutzübung durchgeführt.

Dramatische Situation

Die dramatische Situation: Zwei Boote sind aufeinander geprallt, zwei Personen ins Wasser gefallen, weitere verletzt. Außerdem brennt eines der Boote, Gas tritt aus. Das klingt nicht nur unübersichtlich, sondern stellte für die Retter der DLRG, die aus dem gesamten Bezirk Braunschweig kamen, eine echte Herausforderung dar. Die Helfer aus dem ersten Boot riefen zwar zügig Verstärkung, es dauerte jedoch, bis das Team der DLRG die Suche nach den Vermissten begann und die Feuerwehr rief. Mehrere Helfer notierten auf Klemmbrettern Kritik.

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THW, DLRG und Feuerwehr übten in Vorsfelde am Mittellandkanal den Ernstfall – und das auch noch bei Dunkelheit. Fotos von WAZ-Mitarbeiter Boris Baschin zeigen Eindrücke vom Geschehen.

Gerrit Meisel, Pressesprecher der DLRG, war dennoch sehr zufrieden und beruhigte: „Im Ernstfall sind wir zügiger. Bei Übungen müssen wir nur auch sehen, dass wir das Material und die Helfer vorsichtig behandeln und schützen.“

Marcus Bock behielt den Überblick

Ein- bis zweimal im Jahr führt die DLRG eine Katastrophenübung im Bezirk Braunschweig durch. „Wir wissen vorher nicht, was uns erwartet. Wir kennen nur die Uhrzeit. Wir wissen aber nicht, dass zum Beispiel die Feuerwehr beteiligt ist“, erklärte Meisel. Die Idee zum Szenario stammte von Marcus Bock von der DLRG Vorsfelde, der alles beobachtete und die vier Darsteller anwies: „Ich hatte keine Vorgaben, wie die Übung aussehen muss. Ich musste nur die Mannstärke berücksichtigen.“

Die Übung am Samstag dauerte insgesamt rund viereinhalb Stunden: „Danach essen wir noch zusammen. Je Trupp gibt es außerdem eine Manöverkritik“, sagte Meisel.

Von Melanie Köster

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