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Vorsfelde Autostadt-Depot: Meilensteine, Ikonen und Prototypen begeistern Besucher
Wolfsburg Vorsfelde Autostadt-Depot: Meilensteine, Ikonen und Prototypen begeistern Besucher
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17:10 04.11.2019
Vielfalt im Autostadt-Depot: Der Westfalia-Camper steht neben dem Acht-Liter-Bentley aus den 1930er Jahren. Quelle: Tim Schulze
Vorsfelde

Bei all der hektischen Hysterie um Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren scheint die schlichte Begeisterung für schöne, schicke und sportliche Autos unter die sprichwörtlichen Räder zu kommen. Das war viele Jahre lang anders – wie ein Blick in das Depot der Autostadt in einem Vorsfelder Gewerbegebiet zeigt. Die Autostadt lud die WAZ und einige ihrer Leser jetzt in ihre heiligen Hallen der Automobilgeschichte ein und brachte sie mit einem frisch restaurierten Büssing-Bus ins Büssing-Haus nach Nordsteimke. Noch mehr Nostalgie geht nicht.

Autostadt-Mitarbeiter Gerald Gretzke und sein Sohn Jonas (14) begrüßten die Gäste vor einem schlichten Industriebau. Doch hinter den schnöden Türen empfing die Autofans ein Eldorado für die Augen. Rund 200 Fahrzeuge lagert, repariert und restauriert die Autostadt hier. „Fast alle Autos sind fahrbereit“, betonte Gerald Gretzke. Und blickte in verdutzte Gesichter.

Armaturenbrett aus Holz und Brokat im Inneren

Denn vor ihnen stand plötzlich ein grauer Vorgänger des Käfer: Gebaut 1933 als KdF-Wagen, mit echtem Holz im Inneren. „Ein Armaturenbrett im wahrsten Sinne“, schmunzelte ein Besucher. Und streichelte zärtlich über die graue Farbe. „Die Scheinwerfer, die Form – er ist als späterer Käfer erkennbar.“ Anders als der knallrote Prototyp gleich dahinter mit den Glubschaugen. Der nächste Hingucker ist ein goldfarbener Käfer, mit glitzernden Glassteinen geschmückt, mit weißen Gummis und Brokatstoffen im Inneren. „Er war 1955 der einmillionste Käfer“, erklärte Gerald Gretzke. Da durfte ein wenig Glamour im Käfer schon sein.

WAZ-Leser hatten jetzt die Chance, das Autostadt-Depot zu erkunden und das Büssing-Haus in Nordsteimke zu besuchen.

Glamour gibt es rund um Porsche genug – doch davon haben die vier Porsche-Traktoren (1950er und 1960er Jahre) nichts, sie waren Arbeitstiere mit den ersten Porsche-Dieselmotoren. Immerhin in einem toll-grellen Rot. Ein paar Meter weiter beginnt die automobile Zeitreise erst so richtig: Peugeot Bebe (1913), Rolls Royce Silver Ghost (1922), Bentley (acht Liter Hubraum, 1930) und Skoda Popular (1935) wirken wie Requisiten aus alten Schwarz-Weiß-Gangsterfilmen. Genau so stellt man sich Oldtimer vor.

Lamborghini Miura und Nardo W12

Dann wurde es deutlich moderner: Neben vielen Golf und Polo entdeckten die Besucher wahre Meilensteine der Automobilgeschichte: den winzigen Honda S 800 (mit Motorradmotor), die superflache Designikone Lamborghini Miura (berühmt für ihren Augenaufschlag) und zwei Weltrekordler von Volkswagen: den Rennwagen Nardo W12 von 2001 und den nagelneuen ID.R – der Elektro-Renner stellte unter anderem einen Geschwindigkeitsrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings auf – mehr geht nicht im Motorsport.

Apropos Elektromobilität: Schon 1996 baute Audi den Duo: „Der fährt sowohl mit Benzin als auch mit Strom“, erklärte Gerald Gretzke. Sein Pech: Der Duo war seiner Zeit zu weit voraus. Auch das Amphicar ist im Depot zu sehen: So schnell wie möglich, so die Autostadt, wolle man das unkonventionelle Amphibienfahrzeug (WAZ berichtete) wieder in Aktion sehen.

Der Büssing-Bus soll wieder auf die Straße

Apropos Proberunden: Die hat der frisch restaurierte Büssing-Bus (1956) längst hinter sich. „Restauriert wurde er von Auszubildenden von MAN und Autostadt“, erklärte Gretzke den Besuchern. Er fuhr die Besucher mit dem historischen Linienbus zum Büssing-Haus nach Nordsteimke und wieder zurück. Und verriet dabei: „Gemeinsam mit der WVG wollen wir diesen Bus wieder regelmäßig auf die Straße bringen.“

Die Besucher waren vom historischen Nachmittag begeistert: „Schöne Erinnerungen von früher kommen wieder hoch“, schwärmte Andrea Lüer. Carsten Kirchhoff ergänzte: „66 verschiedene Marken im Autostadt-Depot – diese Vielfalt hat mich beeindruckt.“ Einige Autos dieser Vielfalt wird man im Frühjahr wieder auf der Straße sehen. Neben ID.3 und Golf 8.

Von Carsten Bischof

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