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Vorsfelde Anwohner ärgern sich über Lärm im DGH
Wolfsburg Vorsfelde Anwohner ärgern sich über Lärm im DGH
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19:18 16.07.2019
DGH Warmenau sorgt für Ärger: Es wird dort viel zu laut gefeiert, sagen die Anwohner Wilhelm Müller und Olga Schmelzle. Quelle: Sylvia Telge
Warmenau

Seit zwölf Jahren gibt es das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) im Warmenauer Strauberg. Und genauso lange leiden Anwohner unter dem Lärm, den Besuchern von Hochzeiten und anderen Feiern verursachen. „Fast jedes Wochenende ist es unerträglich laut“, sagen die Anwohner.

Manchmal gehe es schon am Donnerstag los. „Draußen können wir im Sommer gar nicht sitzen“, schimpft Wilhelm Müller. Auch im Wohnzimmer sei der Lärmpegel hoch, trotz extra eingebauter Lärmschutzfenster und laufendem Fernseher. Ortsrat und Schiedsmann wurden schon eingeschaltet, den Anwohnern reicht’s jetzt, sie haben sich nun erneut an Ortsbürgermeisterin Angelika Jahns gewandt.

Lärmbelästigung seit Jahren bekannt

„Wir werden gemeinsam mit der Stadt eine Lösung finden, mit der alle zufrieden sind“, ist die CDU-Politikerin überzeugt. Die Anwohner sind skeptisch. Nicht zu unrecht. Seit zwölf Jahren ist die Lärmbelästigung durch feiernde Besucher bekannt – seit zwölf Jahren passiere nichts. „Es wird ausgesessen“, sagt Linda Lehn.

Das Dorfgemeinschaftshaus ist für Feiern vorgesehen. Es gibt auch Vorschriften, doch die wenigsten Gäste hielten sich daran, sagen die Anwohner. Die Musik laufe oft bis tief in die Nächte, die Bässe gingen durch Mark und Bein. Gäste stehen außerdem vor dem DGH, rauchten und unterhielten sich laut. Rücksicht? Fehlanzeige.

Kinder können wegen des Krachs nicht schlafen

Viele Bewohner rund um das Dorfgemeinschaftshaus haben kleine Kinder, die wegen des Lärms nicht schlafen können. Aber auch die Erwachsenen sind genervt. Das Ehepaar Müller wollte eigentlich seinen 35. Hochzeitstag im Garten feiern. „Das haben wir abgesagt, es wäre viel zu laut geworden“, erzählt Petra Müller enttäuscht.

Anwohnerin Olga Schmelzle hat selbst schon im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert und weiß, warum es oft so laut wird: „In den Räumen wird es sehr schnell sehr warm. Man muss die Fenster und Türen öffnen, weil es sonst zu heiß wird.“ Es gibt auch keine Lärmschutzfenster. Olga Schmelzles Mann hat mal versucht, mit feiernden Besuchern zu sprechen – ohne Erfolg. Keinerlei Einsicht.

Zum Schutz hohen Zaun gebaut

Nicht nur der Lärm sei unerträglich. Einige Besucher übergeben sich und urinieren – direkt am Grundstück von Wilhelm Müller. „Ich musste diese Hinterlassenschaft dann beseitigen“, ärgert er sich. Weil es immer wieder vorkam, dass fremde Besucher in seinen Garten glotzten, baute er einen 1,80 Meter hohen Zaun an der Seite zum DGH. Trotzdem schafften es einige Spezialisten, sich auf einen davor gelegenen Zaun zu stellen und so trotzdem noch auch das Grundstück der Müllers zu schauen.

Die Anwohner haben nichts dagegen, wenn im DGH gefeiert wird: Beim Schützenfest gibt es zum Beispiel auch Musik. Jeder Verein, der kommt, wird sogar mit einem extra Lied begrüßt. „Das ist nicht ansatzweise die Lautstärke, die bei Hochzeiten und anderen Feiern ist“, sagt Petra Müller.

Von Sylvia Telge

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