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Volkswagen Weitere VW-Beschäftigte können Verträge für Altersteilzeit abschließen
Wolfsburg Volkswagen Weitere VW-Beschäftigte können Verträge für Altersteilzeit abschließen
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07:02 20.02.2020
Auch im Werk Wolfsburgs werden künftig Arbeitsplätze abgebaut. Über Altersteilzeit soll dies sozialverträglich geschehen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Wolfsburg

Der Stellenabbau aufgrund der digitalen Transformation bei Volkswagen soll sozialverträglich ablaufen – darauf haben sich Konzernführung und Betriebsrat geeinigt. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Altersteilzeit-Regelung. Der Geburtenjahrgang 1962 hat jetzt die Möglichkeit, entsprechende Verträge abzuschließen.

Kürzere Laufzeiten sind jetzt möglich

Schon im letzten Jahr haben rund 2000 VW-Beschäftigte des Jahrgangs 1962 Altersteilzeit-Verträge mit langen Laufzeiten abgeschlossen. Doch was ist mit jenen, denen genau diese Laufzeiten ein Dorn im Auge waren. „Wir als Betriebsrat hatten ja schon damals gesagt, auch Kolleginnen und Kollegen mit anderen Lebensplänen wollen wir nicht vergessen“, sagt die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Deswegen kommen jetzt die kürzeren Laufzeiten für den Jahrgang 1962 an die Reihe. Ab dem 16. März können die Tarifbeschäftigten dieses Jahrgangs sich an das Personalwesen wenden und Verträge mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren abschließen.

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Dabei gilt der Grundsatz der doppelten Freiwilligkeit. Das heißt, dass sowohl der Beschäftigte als auch das Unternehmen der Altersteilzeit zustimmen müssen. Ein abgeschlossener Altersteilzeitvertrag endet mit dem frühestmöglichen Renteneintritt. Cavallo: „In der Regel ist das mit 63 Jahren. Das sollte jeder und jede genau für sich durchrechnen.“

Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Quelle: VW Betriebsrat

Sonderregelungen gibt es etwa für Schwerbehinderte. Diese können sogar früher in Rente gehen. Und auch für Beschäftigte mit mehr als 45 Versicherungsjahren können die Regelungen leicht abweichen. Bei Angestellten mit einer Tarif Plus-Vergütung sowie im Management gelten zudem kürzere Laufzeiten. Mit genaueren Informationen hilft das Personalwesen.

Sozialverträgliche Transformation

Bei Ablehnung des Vertrags durch das Unternehmen können sich Beschäftigte an den Betriebsrat wenden. Doch sehr wahrscheinlich ist dieser Fall nicht, macht auch Daniela Cavallo deutlich. „Die Transformation in unserem Unternehmen entlang der demografischen Kurve kann nur gelingen, wenn genug Kolleginnen und Kollegen in die Altersteilzeit gehen. Darum sollte das Unternehmen besser nicht kleinlich sein, wenn es um die Zustimmung zu Altersteilzeitverträgen geht.“

Wann die Jahrgänge ab 1963 Altersteilzeit beantragen können, steht indes noch nicht fest. Cavallo: „Das muss der Vorstand beantworten, der will ja über jeden Jahrgang einzeln entscheiden.“ Im Hinblick auf die Herausforderungen der Transformation, rät sie dazu, dass dies zeitnah geschieht. „Ohne umfassende Altersteilzeit-Freigaben wird es nichts mit der Transformation der Belegschaft.“

Altersteilzeit ist größtenteils beliebt

Die Erfahrungen mit dem Instrument der Altersteilzeit seien bisher übrigens größtenteils positiv. Cavallo: „Die Kolleginnen und Kollegen in der passiven Phase freuen sich natürlich, dass sie nun endlich mehr Zeit für sich und ihre Familien haben.“ Ab und zu höre sie aber auch von Kollegen, die Schwierigkeiten haben, mit dem neuen Leben nach der Arbeit zurechtzukommen. „Unsere Betriebsrätinnen und Betriebsräte beraten auch in der Hinsicht alle Beschäftigten, die Altersteilzeit planen“, empfiehlt sie.

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Von Steffen Schmidt

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