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Volkswagen Warnstreik im VW-Werk: Reinigungskräfte legen Arbeit nieder
Wolfsburg Volkswagen Warnstreik im VW-Werk: Reinigungskräfte legen Arbeit nieder
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09:35 26.09.2019
Warnstreik: Reinigungskräfte legen im VW-Werk die Arbeit nieder. Quelle: IG Bau
Wolfsburg

Kein Papierkorb wird mehr geleert, keine Toilette sauber gemacht, kein Fenster geputzt – im Wolfsburger Volkswagen-Werk treten Reinigungskräfte am Donnerstag in den Warnstreik. Die Arbeitsniederlegung ist Teil einer48-stündigen Streik-Welle in der Gebäudereinigung, die sich im Rahmen einer ersten bundesweiten Aktion auf gezielt ausgewählte Gebäude und Einrichtungen konzentriert. Aufgerufen dazu hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU. Sie reagiert damit auf die Kündigung des Rahmentarifvertrags durch die Arbeitgeber der Reinigungsbranche. 

„Die Unternehmen starten den Versuch, den Lohn zu drücken. Und das insbesondere bei denen, die ohnehin auf jeden Euro achten müssen: bei Teilzeitkräften und Mini-Jobbern. Von ihnen verlangen die Arbeitgeber, dass sie eine Überstunde nach der anderen machen. Einen Zuschlag von 25 Prozent für die Mehrarbeit wollen sie aber nicht bezahlen“, sagt der Leiter der IG BAU-Region Niedersachsen, Eckhard Stoermer. Nachdem das Bundesarbeitsgericht in einem aktuellen Urteil entschieden habe, dass auch Teilzeitkräften der Überstundenzuschlag zustehe, hätten die Arbeitgeber kurzerhand den Rahmentarifvertrag Ende Juli platzen lassen.

Druck aufbauen vor Verhandlungen

Was seitdem passiere, sei ungeheuerlich, so Stoermer: „Viele Arbeitgeber versuchen, ihre Beschäftigten dazu zu überreden, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben. Wer darauf eingeht, verliert viel. Es geht um massive Abstriche bei Lohn und Urlaub.“ Am kommenden Montag, 30. September, setzen die Tarifparteien ihre Verhandlungen fort. Mit dem Warnstreik in Wolfsburg will die IG BAU den Druck auf den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in der dann bereits sechsten Verhandlungsrunde erhöhen. „Sollte auch die ohne Ergebnis bleiben, steuern wir auf einen massiven Arbeitskampf zu“, kündigt Eckhard Stoermer an.

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