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Volkswagen WAZ-Reporter verliebt sich in den SP2
Wolfsburg Volkswagen WAZ-Reporter verliebt sich in den SP2
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20:00 02.04.2019
Ein schönes Paar: WAZ-Reporter Carsten Bischof und der SP2 beim Fotostopp in Vorsfelde.
Warmenau

Die meiste Zeit des Jahres hält Volkswagen Classic seine automobilen Schätze im verschlossenen Depot versteckt. Doch manchmal haben die seltenen Volkswagen auch Auslauf – so wie am Dienstagmorgen, als Journalisten eine Oldtimer-Ausfahrt rund um Wolfsburg starten dürfen. WAZ-Redakteur Carsten Bischof setzte, nein, klemmte sich hinters Steuer eines SP2...

WAZ-Reporter Carsten Bischof dufte ins Volkswagen Classic Depot schauen. Und sogar das seltene Sportcoupe SP2 fahren.

Nein, für einen 51-jährigen 100-Kilo-Mann wurde der SP2 nicht gebaut. Überhaupt: Dass er über Europas Straßen rollt, war nie geplant. VW Brasilien baute das schicke, flache Sportcoupe mit den Rallyestreifen an der Seite von 1972 bis 1976 für den südamerikanischen Markt. Basis war der Typ 3, nur im hübscheren, dynamischen Kleid. So, als wollten die Brasilianer zeigen, dass nicht nur Italiener schöne Sportwagen designen können. Wobei der Begriff Sportwagen in die Irre führt.

Der Boxermotor macht einen Heidenlärm

Wenn man sich erst einmal hinters Steuer gequält hat, sitzt man fast mit dem Hintern auf dem Asphalt – wie in einem Sportwagen halt. Aber im Rücken des Fahrers brummt ein 1,7-Liter-Motor mit gerade einmal 65 PS. Der Boxer aus dem Typ 3 macht sofort nach dem Start einen Heidenlärm – aber er nimmt erstaunlich gut Gas an. Weil das Coupe gerade mal 900 Kilo wiegt, beschleunigt es ruckzuck auf Tempo 100. Gefühlt zumindest.

Bremsen wird zur Geduldsprobe

Dann allerdings ist Vorsicht angesagt, denn: Ohne Bremskraftverstärker wird Bremsen zur Geduldsprobe, ohne Servo jede enge Kurve zum Kraftakt. Außerdem verstellt sich der Außenspiegel – der Fahrtwind drückt ihn in Richtung Seitenfenster. Man könnte auch sagen: Der SP2 erzieht seinen Fahrer zum vorausschauenden, entspannten Fahren.

Der SP2 erzieht zum Cruisen

Und er ist ein Blickfang: Auf der B188 lässt einen der Sportwagenfahrer einscheren und filmt per Handy den seltenen Brasilianer vor ihm. In Vorsfelde stoppen wir kurz an der Eisdiele – und werden sofort von Passanten gelöchert: „Was ist das denn für ein VW? Der sieht ja toll aus. Wo kann man den kaufen?“

In ganz Europa gibt es nur 31 SP2

Leider so gut wie gar nicht.“In Europa gibt es aktuell 31 SP2“, erklärt uns Dieter Landenberger, Leiter Volkswagen Heritage. „Nicht alle sind fahrbereit.“ Dieses Schmuckstück hier schon. Und er soll es auch bleiben. Deshalb fahren wir ihn vorsichtig zurück nach Warmenau und stellen ihn neben die anderen Autoklassiker. Obwohl ich mit diesem Auto am liebsten noch stundenlang durch die Frühlingssonne cruisen würde. „Verliebt?“, fragt mich Landenberger. „Oh ja...“

Hausfrauenporsche und Fridolin begeistern

Aber nicht nur der SP2 ist ein schöner Klassiker. Kollegen durften den Porsche 914 fahren – eine Kooperation von VW und Porsche, der 50. Geburtstag feiert. Und damals als „Hausfrauenporsche“ verspottet wurde. 55 Jahre alt wird der „Fridolin“ – ein lustig dreinblickender Transporter (1964 bis 1974), der als Postauto berühmt wurde.

Herbie ist der populärste Käfer

Berühmt wurde auch „Herbie“, der Hollywood-Filmkäfer von 1968. Er steht als Replika (Nachbau) in der Sonne. Jüngster Spross ist das „Erdbeerkörbchen“ – das Golf I Cabrio, das auch heute noch dutzendfach über Wolfsburgs Straßen rollt. Aber dort gehört er ja auch hin.

Von Carsten Bischof

Die Wurzeln des VW-Konzerns liegen im Nationalsozialismus. Die Erinnerung an den Holocaust sieht das Unternehmen deshalb als eine Verpflichtung an. Gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen fördert Volkswagen nun ein Projekt in Israel.

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