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Volkswagen Volkswagen will in Baunatal 560 Leiharbeiter-Stellen streichen
Wolfsburg Volkswagen Volkswagen will in Baunatal 560 Leiharbeiter-Stellen streichen
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18:31 26.06.2019
VW-Werk Kassel in Baunatal: Die Verträge von 560 Leiharbeitern sollen nicht verlängert werden. Quelle: Foto: Uwe Zucchi/dpa
Kassel/Baunatal

Angesichts unklarer Geschäftsaussichten will Volkswagen nach Angaben des Betriebsrates die Zahl der Leiharbeiter im VW-Werk Kassel in Baunatal Anfang des kommenden Jahres deutlich reduzieren. „Es handelt sich um 560 Menschen, deren Verträge auslaufen würden“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Carsten Bätzold. Er hält diesen Schritt für unnötig und glaubt, dass man die Leiharbeiter halten kann. „Wir sind gut ausgelastet und haben genug Arbeit.“ Falls man sich Ende Januar wirklich von den Leiharbeitern trenne, werde man sie ab 2021 wieder brauchen.

Werk muss konzernweites Renditeziel erreichen

„Wir sehen heute noch nicht, dass wir die Mitarbeiter übernehmen können“, erklärte dagegen Werksleiter Olaf Korzinovski. Das Werk müsse in den nächsten zwei bis drei Jahren ein konzernweites Renditeziel von sechs Prozent erreichen. „Da gibt es noch einiges zu tun“, sagte er. Wie sich die Lage in Baunatal entwickele, hänge unter anderem vom Erfolg der VW-Elektrofahrzeuge ab.

Knapp 100 Leiharbeiter sollen noch in die Belegschaft übernommen werden

Aktuell hat das Werk knapp 17.000 Beschäftige. Wie viele es 2030 sein sollen, dazu wollte sich Korzinovski nicht äußern. Er betonte aber, dass der Standort „sehr gut aufgestellt“ sei. Momentan gibt es über 730 Leiharbeiter in Kassel, von denen knapp 100 noch in die Belegschaft übernommen werden. Eine endgültige Entscheidung über die Reduzierung der Leiharbeiter gibt es noch nicht. Momentan wird laut dem Betriebsrat an einer neuen Standortvereinbarung gearbeitet, die nach dem Sommer fertig sein soll.

Ab 2030 soll das Werk Kassel klimaneutral arbeiten

Das Werk Kassel steht aber noch vor einer weiteren Herausforderung, die Geld kosten wird. Der CO2-Ausstoß soll soweit reduziert werden, dass man ab 2030 klimaneutral arbeite. Das bedeutet, dass dann noch entstehenden Stickoxiden Ausgleichsmaßnahmen gegenüberstehen.

Von dpa