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Volkswagen VW verleiht zum ersten Mal Sara-Frenkel-Preis
Wolfsburg Volkswagen VW verleiht zum ersten Mal Sara-Frenkel-Preis
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20:00 07.11.2019
Sara Frenkel (mit Rollator) kommt regelmäßig zu Kranzniederlegungen auf dem nach ihr benannten Platz in Wolfsburg – dieses Mal musste sie aus gesundheitlichen Gründen aber absagen. Quelle: Foto: Hermstein/ Archiv
Wolfsburg

Zum ersten Mal verleiht Volkswagen den Sara-Frenkel-Preis für Respekt, Toleranz und Zivilcourage. Die Verleihung findet am Freitag, 8. November, von 16 bis 18 Uhr im Gewerkschaftshaus der IG-Metall statt, Einlass ist ab 15.30 Uhr.

Die Berufsausbildung sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung haben dazu in einem Wettbewerb junge Bürgerinnen und Bürger in Schulen, Gruppen und Vereinen in Wolfsburg und Umgebung angesprochen. Zwölf Juroren haben 15 eingereichte Projekte ausgewertet und über die Preisträger entschieden. Ausgezeichnet werden nun herausragende Initiativen und Ideen, die Respekt und Toleranz in der Gesellschaft stärken und Zivilcourage gegen Gewalt und Rassismus zeigen. Der Sara-Frenkel-Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert. Schirmherr des Wettbewerbs ist Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Frenkel überlebte Holocaust und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk

Namenspatronin ist die 96-jährige Sara Frenkel-Bass, die heute in Antwerpen (Belgien) lebt. Die polnische Jüdin aus Lublin überlebte unter verdeckter Identität den Holocaust und zwei Jahre Zwangsarbeit bei der damaligen Volkswagenwerk GmbH. Sara Frenkel-Bass setzt sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement gegen das Vergessen und für Frieden und Menschlichkeit ein. Sie berichtet jungen Menschen immer wieder, wie sie und ihre jüngere Schwester Lea als einzige ihrer Familie die Judenverfolgung im besetzten Polen und mehr als zwei Jahre Zwangsarbeit im Deutschen Reich überlebten, indem sie sich als katholische Krankenschwestern tarnten.

Holocaust-Überlebende: Sarah Frenkel hat sich damals als katholische Krankenschwester ausgegeben. Quelle: Matthias Leitzke

Sara Frenkel-Bass schmerzt noch heute die Erinnerung an die Kinder der Zwangsarbeiterinnen, die aus rassistischen Motiven von ihren Müttern getrennt wurden und an Unterernährung und Verwahrlosung im „Ausländerkinderpflegeheim“ in Rühen starben.

Frenkels Spuren in Wolfsburg

Nach dem Krieg lebte sie mit ihrem Mann Manfred Frenkel zunächst in Braunschweig, wo ihr Sohn Chaim zur Welt kam. Die junge Familie emigrierte 1949 nach Israel und kehrte fünf Jahre später nach Europa zurück. Sara Frenkel-Bass hat in Wolfsburg Spuren hinterlassen: Auf ihre Initiative hat die Stadt Wolfsburg 2012 eine Straße in der Nordstadt nach einem verstorbenen Zwangsarbeiterkind benannt: Sofia-Gladica-Weg. Zwei Jahre zuvor war in der Wolfsburger Innenstadt das Denkmal für die Zwangsarbeiter an dem nach ihr benannten Sara-Frenkel-Platz enthüllt worden.

Dort findet am Samstag um 10 Uhr eine Kranzniederlegung statt. Mit ihr wird die Antifa-Woche der IG-Metall eröffnet.

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