Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen Kooperation geplant: VW verhandelt mit chinesischem Batteriehersteller
Wolfsburg Volkswagen Kooperation geplant: VW verhandelt mit chinesischem Batteriehersteller
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 20.01.2020
Strategische Kooperation: Volkswagen plant eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Batteriehersteller Guoxuan. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Peking/Wolfsburg

Volkswagen will seine Elektroauto-Flotte stark ausbauen. Hierfür möchte der Wolfsburger Autobauer auf selbst hergestellte Batterien zurückgreifen. Doch bis es überall soweit ist, muss VW auf Kooperationen mit externen Zulieferern zurückgreifen. In China spricht VW aktuell mit dem externen Anbieter Guoxuan über eine mögliche Zusammenarbeit. Bisher sind aber noch keine konkreten Schritte geplant.

Kooperation: Darum geht es

Es solle generell um Technologie, Produkte und Kapital gehen, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Unternehmens. Beide Seiten hätten bislang keine Einigung auf eine spezifische Kooperation, deren Methoden und Inhalte sowie Preise und andere Aspekte erzielt.

Verhandlungen: Noch ist nichts unterschrieben

VW hatte die Gespräche mit Guoxuan bereits am vergangenen Freitag nicht kommentieren wollen. Guoxuan erklärte, es sei keine Verpflichtung oder andere Regelung für eine Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern unterschrieben worden. „Es herrscht bedeutende Unsicherheit über die genannten Angelegenheiten“, hieß es zu einem Bericht, wonach Volkswagen einen 20-prozentigen Anteil an der Firma erwerben und damit nach Gründer Li Zhen zweitgrößter Eigner werden wolle.

Große Bedeutung des chinesischen Marktes für VW

China hat als wichtigster Automarkt der Welt eine enorme Bedeutung für VW. Allein in diesem Jahr will der Konzern mit seinen Joint-Venture-Partnern im Land mehr als 4 Milliarden Euro ausgeben - 40 Prozent davon sollen in die E-Mobilität fließen. Ziel ist es, im Jahr 2025 in China 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern zu können.

VW steht in China gut da

Das Autogeschäft hatte sich in der Volksrepublik zuletzt deutlich abgekühlt - auch aufgrund des insgesamt nicht mehr ganz so hohen Wirtschaftswachstums. VW kam dabei im Vergleich zu manch anderem Hersteller noch relativ gut weg: Im vergangenen Jahr konnten die Auslieferungen der Konzernmarken im Reich der Mitte noch einmal leicht um 0,6 Prozent auf insgesamt 4 234 000 Autos zulegen. Das entspricht mittlerweile fast 40 Prozent der weltweiten Verkäufe.

VW will zukünftig auf eigene Batteriefertigung setzen

Weil deutsche Hersteller bisher stark von Batteriezell-Lieferanten aus Ostasien abhängig sind, will VW künftig vor allem auf eigene Bauteile setzen. Von diesem Frühjahr an baut das Unternehmen mit dem schwedischen Partner Northvolt eine Zellfertigung in Salzgitter auf. Eine Pilotanlage läuft dort bereits. In Braunschweig startete zudem schon die erste von zwei Produktionslinien für eigene Batteriesysteme. Und das VW-Werk Kassel verantwortet große Teile der Elektroantriebe.

Kooperation nur als Zwischenschritt

Bis die eigenen Komponenten weltweit überall in großen Mengen bereitstehen, dürfte es aber noch etwas dauern. Der Ausbau weiterer Kooperationen könnte daher ein Zwischenschritt sein. Der 1998 gegründete, mittelgroße Hersteller Guoxuan sitzt in Hefei in der Provinz Anhui, wo Volkswagen in einem Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer JAC elektrische Autos bauen will.

Lesen Sie auch:

Von dpa/Redaktion

Besucher der Autostadt in Wolfsburg können jetzt im Porsche um die Wette düsen – zumindest im Simulator. Auf die schnellsten Racer warten tolle Preise.

20.01.2020

„Top Gear“-Star Richard Hammond hat für seine neue Sendereihe „Big“ einen Beitrag übers Wolfsburger Volkswagenwerk gedreht. Die englische Originalfassung ist jetzt auf Youtube zu sehen.

20.01.2020

Die anstehende Tarifrunde bei VW und in der Fläche birgt reichlich Konfliktpotenzial. Dazu gehört auch eine Forderung der Vertrauensleute bei VW. Sie wollen im neuen Vertrag Sonderleistungen für Metaller festlegen.

18.01.2020