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Volkswagen Volkswagen und BASF prämieren Batterieforscherin Kimberly See
Wolfsburg Volkswagen Volkswagen und BASF prämieren Batterieforscherin Kimberly See
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17:00 14.11.2019
Science Award Electro Chemistry 2019: Gewinnerin Dr. Kimberly See mit Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation (re.), und Dr. Detlef Kratz (li.), Leiter des BASF Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“. Quelle: Foto: Lars Landmann
Wolfsburg

Der internationale „Wissenschaftspreis Elektrochemie“ geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Kimberly See vom California Institute of Technology (Pasadena/USA). Sie wurde am gestrigen Abend beim „Science Award Electrochemistry & Science Dialog” in der Wolfsburger Autostadt geehrt. Die Auszeichnung wurde bereits zum siebten Mal gemeinsam von Volkswagen und BASF verliehen und richtet sich an exzellente junge Wissenschaftler. Der Preis ist mit insgesamt 70 000 Euro dotiert, von denen der Sieger 50 000 Euro erhält.

Auszeichnung für Forschung an Schwefelbatterien

Kimberly See wurde von der sechsköpfigen Expertenjury für ihren herausragenden Beitrag zur Erforschung von Batterien auf Basis multivalenter (mehrwertiger) Kationen sowie Schwefel gewürdigt. Die Siegerin konnte sich damit gegen vier weitere Mitbewerber um den Wissenschaftspreis von Volkswagen und BASF durchsetzen.

Entscheidende Forschung für E-Mobilität

Frank Blome, Leiter des Center of Excellence (CoE) für Batteriezellen bei Volkswagen, erklärte anlässlich der Preisverleihung: „Eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist für Volkswagen entscheidend, um unsere Energiespeicher weiter zu optimieren. Denn leistungsfähige Batterien sind der Schlüssel für den Erfolg der Elektromobilität. Besonderes Augenmerk liegt daher auf der Erforschung und Entwicklung von elektrochemischen Batteriekonzepten der nächsten und übernächsten Generation.“

Nobelpreisträger auch mit dabei

Der Preisverleihung ging ein zweitägiger Event voraus, an dem Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen – darunter auch der diesjährige Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham. Die Experten diskutierten künftige Batteriematerialien, Alternativen zu Rohstoffen wie Lithium, nachhaltige Zellproduktion für Lithium-Ionen-Batterien und die Rolle der Digitalisierung bei der Entwicklung neuer Materialien. Der designierte Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham sieht Lithium für die nächsten zwei Jahrzehnte weiter als das führende Batteriematerial. „Aber wir sollten die doppelte Energiedichte und die doppelte Reichweite für die gleiche Größe der Batterie erhalten können, die wir heute haben. Und hoffentlich nicht teurer als heute. Die Devise lautet: Kosten senken, Energiedichte steigern und die Sicherheit erhöhen. Solche Batteriezellen werden für jeden verfügbar sein“, sagte Whittingham am Rande der Tagung.

Besuch des Batterieforschungszentrums in Salzgitter

Die Gäste besichtigten auch das Center of Excellence (CoE), die neu eröffnete Pilotanlage zur Batterieforschung am Volkswagen Standort Salzgitter. Zudem wurde über die neusten Erkenntnisse in der Forschung und Entwicklung speziell in der Automobilbranche gesprochen. Für Volkswagen, als Vorreiter der E-Offensive in Deutschland, und BASF, als einem der weltweit führenden Hersteller von Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, sind diese Themen von besonders großer Bedeutung.

Preis als Impulsgeber

Der „Wissenschaftspreis Elektrochemie“ wurde von BASF und Volkswagen im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Ziel ist, exzellente natur- und ingenieurwissenschaftliche Leistungen in der Elektrochemie zu unterstützen und Impulse für die Entwicklung hochleistungsfähiger Energiespeicher zu geben.

Von der Redaktion

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